Stadt prüft Alternativen

Penzberg: Wohnmobil-Stellplatz am See ist Geschichte

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Der Stellplatz am See hatte den Anforderungen nicht mehr genügt.

Penzberg – Die Penzberger Wohnmobil-Stellplatz am Kirnberger See ist Geschichte: Die Stadt wird das Areal nicht mehr öffnen. Das beschloss der Bauausschuss einstimmig.

Die Stadt hatte den Stellplatz zum 15. Oktober vergangenen Jahres geschlossen. Auslöser war die öffentliche Beschwerde von vier Bürgern gewesen – sie hatten die aus ihrer Sicht unhaltbaren Zuständen bemängelt. Die Verwaltung räumte damals ein, dass das Areal für einen reibungslosen Betrieb nicht geeignet sei. „Es war zu klein“, betonte Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann nun im Bauausschuss erneut. Eleonore Hofmann, im Rathaus zuständig für Tourismus, kämpfte vergebens für einen Erhalt des Angebots. Bis eine Alternative vorliegt, brauche es die Stellplätze. „Der Trend ist nicht aufzuhalten“, verwies sie auf die zunehmende Beliebtheit der Wohnmobile. Sie führte allein rund 2000 Übernachtungen in Penzberg an. „Das ist ein Wirtschaftsfaktor.“ Vergebens. Wohnmobile ja, „aber nicht an dieser Stelle“, machte Maria Probst (CSU) deutlich. Am See „gibt es zu viele Probleme“, fand auch Armin Jabs (BfP). Adrian Leinweber (SPD) machte sich für die Suche nach Alternativen stark. Es brauche das Angebot unbedingt, mahnte er: „Andere Kommunen machen es uns vor.“

Einstimmiger Beschluss

Am Ende wurde es einmütig: Das Areal bleibt geschlossen, Schilder und Strom kommen weg. Gleichzeitig prüft das Rathaus dort das Aufstellen von E-Ladestationen. Zugleich werden Planungen für einen Wohnmobil-Stellplatz auf dem Parkplatz an der Birkenstraße ausgearbeitet. Laut Holzmann gibt es bereits Pläne für maximal zehn Plätze. Problem: Sie können voraussichtlich erst 2024, wenn der dortige Container-Kindergarten abgebaut wird, geschaffen werden. Weitere Standorte werden deshalb vorsorglich geprüft. Widerspruch gab es in der Runde keinen. Lediglich Sebastian Fügener (Grüne) verband seine Zustimmung mit etwas Wehmut: Die Stadt verliere am See schon einen „ganz besonderen Platz“. Andreas Baar

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