Strudelwurmsieg

André Stapelfeldt gewinnt bei „Jugend forscht“

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Mischt sich zu Forschungszwecken in das Liebesleben von Strudelwürmern ein: der Penzberger Gymnasiast André Stapelfeldt.

Penzberg – Der Kopf ähnelt einem Dreieck, der Körper ist nahezu platt und einen Mund gibt es nicht, aber einen Schlund, der sich etwa in der Körpermitte befindet: der Strudelwurm Dugesia. Ein winziges Lebenwesen, das der Schüler André Stapelfeldt zu seinem Forschungsprojekt machte, mit Erfolg.

Eine Schönheit ist er nicht, der platte Strudelwurm der Gattung Dugesia. Aber auf die Ästhetik kam es André Stapelfeldt nicht an. Ihm ging es vielmehr darum, den Würmern den Garaus zu machen, indem er herausfand, wie er den kleinen Tierchen die Fortpflanzung erschweren kann. Und mit seinen Forschungen zum Eingriff in das Liebesleben der winzigen Wasserbewohner konnte er nun einen ersten Preis beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ einheimsen. 

Nur ein Projekt ist aus Penz­berg eingereicht worden, und ausgerechnet dieses hat gewonnen. Bei dem von Hoerbiger gesponsorten und seit 2005 ausgerichteten Regionalentscheid wurden insgesamt 13 Teilnehmer mit einem ersten Preis ausgezeichnet. „Ich bin wieder einmal beeindruckt von den vielen Ideen, von der Kreativität und von dem Elan“, schwärmte Ansgar Damm, Leiter im Bereich Forschung und Entwicklung bei Hoerbiger, als es an die Ehrung der Sieger in der Schlossberghalle in Peiting ging. Um auf solche Ideen zu kommen, müsse man die Welt mit offenen Augen betrachten und ihre Herausforderungen, Widersprüche und Unzulänglichkeiten identifizieren. 

Insgesamt nahmen 102 Nachwuchsforscher mit ihren Innovationen auf den Gebieten Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik und Informatik, Physik sowie Technik an dem Entscheid in Schongau teil. André Stapelfeldt konnte dabei im Fachgebiet Biologie brillieren. Der 16-jährige Schüler des Max-Rill-Gymnasiums in Reichersbeuern hatte die Vermehrung der Dugesia-Strudelwürmer analysiert. Damit hat er zwar kein neues Forschungsgebiet eröffnet, sich aber einer Thematik gewidmet, die noch viel Wissen verlangt. Denn unter welchen Bedingungen sich die kleinen Tiere am besten fortpflanzen, „ist immer noch nicht aufgedeckt“, so Stapelfeldt. Das zu wissen, wäre aber nicht unwichtig, schließlich können die Würmer in Aquarien Schnecken oder Fischlaich befallen und ausrotten. Dann wird nicht selten zu Medikamenten gegriffen. Arzneien im Aquarium möchte Stapelfeldt aber möglichst vermeiden, daher wollte er herausfinden, wie die Fortpflanzung der Würmer auch ohne medikamentöse Tricks eingedämmt werden kann. 

Nun geht es für den Strudelwurmforscher weiter zum „Jugend forscht“-Landeswettbewerb, der Anfang April in Vilsbiburg stattfindet. ra

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