Bolzplatz und Totholzpfad

Bauausschuss gibt 100.000 Euro frei, damit die Berghalde attraktiver gemacht wird

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Spielplatz und Gassirevier: Das Feizeitgelände auf der Berghalde ist etwas in die Jahre gekommen, deshalb soll dort nun nachgebessert werden.

Penzberg – Die Berghalde soll attraktiver werden. Darauf verständigte sich der Bauausschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend. Wie genau, das soll eine Planung ergeben, die das Gremium nun auf den Weg brachte. Und: Die Bürger sollen in die Ideenfindung miteinbezogen werden.

Der Tagesordnungspunkt war eigentlich für den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung vorgesehen, wie üblich bei der Vergabe von Planungsaufträgen. Doch den Sachverhalt an sich wollte Sebastian Fügener (Grüne) dann schon im öffentlichen Teil diskutiert wissen, ein Ansinnen, dem auch problemlos zugestimmt wurde. Ganz neu ist das Vorhaben, die Berghalde aufzuwerten, freilich nicht. Schon vor Jahren wurde darüber diskutiert, nun aber soll ernst gemacht werden. Laut Stadtbaumeister Justus Klement stehe das Projekt auf der Liste jener „Dinge, die zu tun sind“. Dazu zählten, was die Berghalde anbelangt, etwa ein neuer Zaun am Beachvolleyballplatz, aber auch grundsätzliche Veränderungen wie ein neuer Bolzplatz, der als Soccer-Court auch mit einem Netz ausgestattet werden könnte. Die Stockschützen, so Klement, sollten ebenfalls bedacht werden, nämlich mit einer neuen Asphaltdecke. Außerdem denke man über Vorschläge wie einen Naturerlebnis-, Klang- oder Totholzpfad nach. 

Insgesamt 150.000 Euro sind im Haushalt für den Unterhalt der Spielplätze im Stadtgebiet eingestellt, „100.000 Euro davon würden wir für die Berghalde vorsehen“, sagte Klement. Auch ein Planungsanteil sei darin enthalten, gelte es doch die ursprüngliche Planung des Büros Probst noch einmal auf den aktuellen Stand zu bringen. Den Rest des Budgets, so Klement, werde man in den Generationenpark an der Gustavstraße investieren. 

Sebastian Fügener warb mit Blick auf die Berghalde um eine möglichst offene Ideensammlung. „Da sollten die Bürger beteiligt werden“, merkte er an. Möglich sei auch ein Themenspielplatz, welcher, der Historie der Berghalde entsprechend, auch ein Bergwerksspielplatz werden könnte. André Anderl (FLP) regte mit Blick auf Iffeldorf eine Pumptrack-Bahn an. „Die wird dort brutal angenommen“, sagte er, weshalb so ein Parcours für BMX-Räder sicher auch in Penzberg auf großen Zuspruch stoßen würde. Ludwig Schmuck (CSU) wiederum sprach sich für eine Aussichtsplattform aus, und Martin Jan­ner (Penzberg Miteinander) hätte auf der Berg­halde gerne Naturerlebnispädagogik verwirklicht. 

Bürgermeister Stefan Korpan indes hat bereits in vorauseilendem Gehorsam reagiert. Denn statt ein Spielgerät, das nun auf dem südlich der Berghalde gelegenen Spielplatz hätte aufgestellt werden sollen, gab es erst einmal den Rotstift: „Ich habe das zurückstellen lassen, weil ich erst auf eine Gesamtplanung warten will.“ 10.000 Euro für ein Spielgerät auszugeben, das am Ende nicht ins Konzept passe, mache eben keinen Sinn. Hardi Lenks (SPD) Vorschlag, sich Details im Zuge eines Rundgangs vorzunehmen, kam im Gremium schon einmal gut an. Parallel dazu gab es auch grünes Licht für den Planungsauftrag. dd

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