Kinderskitag treibt den Nachwuchs auf eine etwas nachlassende Piste

Das Nutellabrot war‘s

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Waren einfach nicht zu schlagen: Franka Waldenburger (rechts) und Johannes Fischer, beide Mitglieder des Skiclubs Penzberg, freuen sich mit dem SCP-Vorsitzenden Florian Heumann und Bürgermeisterin Elke Zehetner.

Penzberg – Es war fast vergraben, das Seil, das die Kleinen auf ihren Brettern nach oben ziehen sollte. Der Lift musste erst einmal freigeschaufelt werden, damit die Kinder an den Start gehen konnten. Auf schneereicher Piste bewies der Nachwuchs dann beim Kinderskitag auf der Berghalde sein Können. 

Kaum war Hannis Eismärchen zu Ende, da bescherte der viele Schnee den Skihaserln des Kinderskitages auf der Berghalde ein Wintermärchen. Bei guten Pistenverhältnissen wedelten 58 Kinder zwischen den bunten Fahnen hindurch ins Tal, wo sie von rund 200 Zuschauern mit viel Applaus empfangen wurden. 

Als es am letzten Tag von Hannis Eismärchen in Strömen regnete, fragte Florian Heumann, der Vorsitzende des Penzberger Skiclubs (SCP) bei Bürgermeisterin Elke Zehetner an, wie es denn mit einem Kinderskitag auf der Berghalde in einer Woche aussehe. Zu der Zeit ahnte freilich noch niemand, welche Schneemassen die Gegend innerhalb von ein paar Tagen heimsuchen würden, weshalb Heumanns Begehren durchaus als vermessen angesehen werden konnte. Doch dann wurden die Ärmel aufgekrempelt: Gemeinsam mit Lisa Nagel aus dem Rathaus stellte der Skiclub innerhalb kürzester Zeit den Kindernachmittag auf die Beine. Zwei Bauhofmitarbeiter präparierten am Samstagmorgen die Piste, wobei sie erst noch die Liftspur so weit freischaufeln mussten, dass man das Seil zum Festhalten nicht gebückt auf Kniehöhe halten musste. 

„Anfangs herrschten noch super Pistenverhältnisse, nur leider wurde es ab Mittag zu warm, und der Schnee taute an“, war Florian Heumann während des Rennens nicht ganz zufrieden. Aber nichtsdestotrotz kamen alle 58 Kinder mit guten Zeiten im Ziel an und fieberten dann der Preisverleihung für die 14 verschiedenen Klassen entgegen. Die Strecke wurde in zwei Längen unterteilt, damit die Zwergerl-Gruppen des Jahrgangs 2012 und jünger nicht auf den Steilhang mussten, sondern lediglich das Flachstück bis in den Zieleinlauf zu bewältigen hatten. Die Jahrgänge 2011 und älter starteten aber von ganz oben und lieferten sich spannende Rennen. Wie etwa Johanna Koop, die mit nur 47 Hundertstel Vorsprung die Silbermedaille vor ihrer Schwester Sophia holte. Tim Hickl wiederum freute sich riesig über die Goldmedaille. Auf Nachfrage von Bürgermeisterin Elke Zehetner, was man denn frühstücken müsse, um so schnell zu sein, meinte der Zehnjährige, dass es wohl an seinem Nutellabrot liegen müsse. 

Unschlagbar und deshalb auch Tagesgesamtsieger waren die zehnjährige Franka Waldenburger, die mit 25,36 Sekunden ins Ziel kam, und der neunjährige Johannes Fischer, der die Strecke in nur 21,56 Sekunden meisterte. Dafür bekamen die beiden von Sport Conrad jeweils ein nagelneues Paar Salomon-Ski spendiert. Mit leeren Händen ging jedoch niemand nach Hause, denn für alle Teilnehmer gab es eine Urkunde und einen Gutschein fürs Wellenbad. Die drei Erstplatzierten einer jeden Altersgruppe bekamen zudem ein Spiel vom Kaufhaus Rid sowie einen Siegerpokal. 

„Der spontane Skitag ist uns rundum gelungen“, freute sich Florian Heumann nach der Siegerehrung. Für das nächste Mal wünscht er sich nur noch ein paar mehr Teilnehmer: „Wir hatten auch schon über 100 Starter, das wäre auch für nächstes Jahr wieder mein Ziel.“ Wem die Skisucht nun gepackt hat, der ist beim Skiclub jederzeit willkommen, doch, betonte Heumann, steht an erster Stelle nicht die Bestzeit, sondern immer der Spaß am gemeinsamen Fahren. au

Die Stadt Penzberg stellt Eltern Bilder ihrer Sprösslinge vom Kinderskitag für den privaten Gebrauch kostenlos zur Verfügung. Wer daran Interesse hat, kann sich unter Angabe der Startnummer per E-Mail an lisa.nagel@penzberg.de wenden.

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