Neues Spitzentrio

Penzberger Bergwacht wählt Bereitschaftsleitung um Michael Mittler

Bergwacht Penzberg Bereitschaftsleitung
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Die neue Leitung der Bergwacht Penzberg: (v.l.) Stellvertretender Bereitschaftsleiter Thomas Barfety, Bereitschaftsleiter Michael Mittler und 2. stellvertretender Bereitschaftsleiter Bernhard Zürr vor einem der Einsatzfahrzeuge.
  • Max Müller
    vonMax Müller
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Penzberg – Die Bergwacht Penzberg hat eine neue Bereitschaftsleitung: Der geplante Generationswechsel wurde per Urnenwahl durch die 60 Mitglieder bestätigt.

Zusammenhalt und Kameradschaft sind für die neue Bereitschaftsleitung um Michael Mittler entscheidende Begriffe, die das Engagement bei der Bergwacht in Penzberg definieren: „Die Einsätze bei der Bergwacht schweißen zusammen“, so der neue Bereitschaftsleiter. Bereits seit 2009 ist der 44-Jährige aus Bichl Teil der Penzberger Dienststelle. Die Liebe zu den Bergen, als auch das Bedürfnis „Menschen in Not zu helfen“, treiben sein ehrenamtliches Engagement weiter an.

Der 46-jährige Thomas Barfety war bereits in der vorigen Bereitschaftsleitung unter Robert Nagel (Vorsitzender) und Gerhard Gröbel (Stellvertreter) aktiv. Barfety ist seit 2011 bei den Penzbergern. Seit heuer ist der Werbetechniker aus München stellvertretende Bereitschaftsleiter. Der dritte im Bund ist Bernhard Zürr (37). Der Penzberger teilt die kameradschaftliche Einstellung seines Bereitschaftsleiters Mittler. „Zusammenarbeit wird bei uns großgeschrieben“, betont Zürr

Zusammenarbeit wird bei uns großgeschrieben“.

Bernhard Zürr

Derzeit hat die Bergwacht Penzberg laut Mittler 60 Mitglieder – darunter befinden sich 33 Aktive, sieben Anwärter und 20 Senioren. Im Fuhrpark stehen drei Fahrzeuge – ein VW-Bus, ein Crafter und ein Rettungsfahrzeug. Die neue Bereitschaftsleitung macht sich jedoch Sorgen, was die Zukunft der Ehrenamtlichen angeht: „Wir haben definitiv Nachwuchsprobleme“, so Zürr. Barfety ergänzt an dieser Stelle: „Viele ausgebildete Bergwächter brechen uns beruflich oder studiumsbedingt weg.“

Die LKLD-Fahrzeuge der Penzberger Bergwacht: Lokalisation, Kommunikation, Lagedarstellung und Dokumnetation.
Mobile Funkzentrale in einem LKLD-Fahrzeug.

Bergwächter gesucht

Der Beitritt zur Bergwacht ist offiziell mit 16 Jahren möglich. Gewisse Grundvoraussetzungen müssen laut Bereitschaftsleiter Mittler vorhanden sein: „ Man muss auf jeden Fall Skifahren können und sollte konditionell belastbar sein.“ Zu zwei bis drei Ski-Diensten im Jahr, beispielsweise auf der Zugspitze oder im Garmischer Classic-Gebiet, kommen im Sommer Bereitschaftsdienste an einer Hütte beim Rabenkopf. Die dreijährige Ausbildung zum Bergwächter beläuft sich auf zwei Stunden Training pro Woche und „selbstständiges Fitnesstraining“, erzählt Mittler.

Spenden

Die Bergwacht Penzberg ist ein ehrenamtlicher Verein, der bereits seit 1927 Menschen in Not Beistand leistet. Daher ist das Wohlergehen vermisster Wanderer auch von finanziellen Spenden abhängig. Auf der Homepage der Bergwacht gibt es Infos für Spender.

Die IBAN-Nummer der Bergwacht für Spenden: DE92700543060011111150 (BIC: BYLADEM1WOR).

Im vergangenen Jahr rückte die Penzberger Bergwacht zu etwa 30 Einsätzen aus. Darunter waren sowohl Vermisstensuchen mit Drohenhilfe als auch Pistenrettungen. Das kostet nicht nur Nerven sondern auch viel Geld.

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