Eine Vision für den Bahnhof

Penzbergs CSU will das Gleis tieferlegen und einen Stadtpark schaffen

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Haben bei ihrem Workshop eine Vision für den Bahnhof formuliert: Paul Hattemer, Stefan Korpan, Nick Lisson und Florian Müller (von links).

Penzberg – In Berlin haben sie zwar einen neuen Flughafen, der nicht funktioniert, dafür aber einen schicken Bahnhof unter der Erde. So etwas Ähnliches hätte die Penzberger CSU auch gerne. 

Bei einem Workshop aller 24 Stadtratskandidaten wurde das geboren, was man wohl weniger einen konkreten Plan als vielmehr eine Vision nennt: „Das Bahngleis soll unter die Erde gelegt werden und oben ein Stadtpark mit viel Grün entstehen“, so CSU-Bürgermeisterkandidat Stefan Korpan. In der Tat ist das Bahnhofsareal die große Problemzone in der Stadt: Seit Jahrzehnten wird ebenso regelmäßig wie bislang erfolglos über die Nutzung und Neuordnung des Geländes diskutiert. Angeregt von den Penzberger Bahnhofsfreunden, die das Gebäude am liebsten von der Stadt kaufen und mit neuem Leben füllen möchten, hat die CSU nun eine völlig neue Idee ins Spiel gebracht, „die für Penzberg ein großer Wurf wäre“, so der CSU-Ortsvorsitzende Nick Lisson. Dabei soll das Bahnhofsgebäude „auf jeden Fall erhalten bleiben und den Mittelpunkt eines Stadtparks bilden“. 

Die von den Bahnhofsfreunden vorgebrachten Ideen, in dem Gebäude ein Café, eine Kleinbrauerei und einen Veranstaltungsraum unterzubringen, findet Bürgermeisterkandidat Korpan jedenfalls „großartig“. Dazu soll aber die Tieferlegung des Gleises kommen, um so auf der Oberfläche „wesentlich bessere Gestaltungsmöglichkeiten“ zu erhalten. „Mit dieser Maßnahme wird die natürliche Trennung des Areals aufgrund des Gleises aufgehoben“, betont Korpan. Mit der Tieferlegung sei auch zu prüfen, ob nicht ein zweites Gleis eingerichtet werden kann. „Auch wenn die Strecke Tutzing-Kochel ein­gleisig bleibt, kann bei erhöhter Zugfrequenz ein Ausweichgleis wie in Bichl und Seeshaupt durchaus Sinn ergeben“, so Korpan. Dabei ist ihm durchaus bewusst, dass eine Umsetzung dieser Idee, so sie denn überhaupt jemals ansteht, „nichts ist, was wir mal schnell in ein paar Jahren hinbekommen“. 

Die CSU will diese Idee jetzt erstmal am 23. November von 10 bis 13 Uhr bei einem Zukunftsworkshop in der Rathauspassage mit den Penzbergern diskutieren. Sollten die Christsozialen dort auf Zustimmung stoßen, „stehen viele Gespräche an“, so Nick Lisson. Er denkt dabei an die Deutsche Bahn, bezüglich der noch völlig unklaren Kosten- und Finanzierungsfrage aber auch an das Verkehrsministerium. la

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