Millionenprojekt der Stadtwerke

Penzberger Familienbad: Auch Corona-Maske landet im Grundstein

Jens-Wilhelm Brand, Projektsteuerer des neuen Familienbads in Penzberg wirft einen Mund-Nasen-Schutz in den Edelstahlzylinder des Grundsteins.
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Auch eine Corona-Maske wurde mit in den Grundstein gepackt..

Penzberg - Auf der Großbaustelle des Penzberger Familienbads wurde der Grundstein verlegt. In Corona-Zeiten verzichteten die Stadtwerke jedoch auf eine Feier.

Bei den Verantwortlichen der Stadtwerke überwog an diesem Donnerstag, 12. November, auf ihrer Familienbad-Baustelle die Zufriedenheit. Angesichts der schlechten Nachrichten der vergangenen Monate aus dem Millionenprojekt - Streit und Trennung vom ursprünglichen Architekten inklusive mehrmonatigem Baustopp - tat die offizielle Verlegung des Grundsteins den Beteiligten sichtlich gut. Das offizielle Einbetonieren der Zeitkapsel fand allerdings wegen der Corona-Situation unter Ausschluss der Öffentlichkeit und nur im kleinsten Kreis statt. Neben den üblichen Exponaten wie Tageszeitung und Münzen fand auch eine aktuelle Utensilie, die traurige Berühmtheit erlangt hat, den Weg in die Edelstahlröhre: Ein Mund-Nasen-Schutz wurde feierlich dazu gepackt..

„Bad mit besonderem Ambiente“

Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) erinnert an die Geschichte. Sowohl an das alte Wellenbad als auch an das lange politische Ringen um den Neubau. Immerhin hatte es 2018 eine Bürgerinitiative gegen das Vorhaben bis zu einem Bürgerentscheid geschafft - wo sich dann aber deutliche 61 Prozent der Penzberger für den Bau und gegen die Sanierung des in die Jahre gekommenen Wellenbads aussprach. Für das Vorhaben greifen die Stadtwerke tief in die Tasche: Die Kostenschätzung ist mittlerweile auf 25.4 Millionen Euro geklettert. Allerdings rechnet die Regierung von Oberbayern selbst mit rund einer Million Euro an staatlichen Zuschüssen, wie es bei der Grundsteinlegung hieß. Der Bürgermeister jedenfalls freut sich auf „ein Bad mit besonderem Ambiente“. Mit einem Angebot „für Jedermann“, wie Korpan mit Blick auf fünf Becken, Saunabereich, Familienareal, Sprungtürme und Rutsche sagte. Aus Kostengründen hatte sich damals der Verwaltungsrat der Stadtwerke gegen einen erneuten Wellenbetrieb ausgesprochen.

Eröffnung für Ende 2022 geplant

Nach 43 Jahren Betrieb und rund fünf Millionen Gästen wurde das Wellenbad 2019 abgerissen. Der Neubau hat sich wegen der Umplanungen um ein Jahr verzögert. Am neuen Familienbad soll jetzt gemäß aktuellem Zeitplan von Projektsteuerer Jens-Wilhelm Brand im Oktober 2021 Hebauf gefeiert werden. Im Frühjahr 2022 sind die Außenanlagen dran. Dann ist ein dreimonatiger Testlauf nötig. Die Eröffnung ist für November oder Dezember 2022 vorgesehen. 

Andreas Baar

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