Physik in der Post

Gymnasiast Maximilian Hofschen glänzt bei IPHO

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Maximilian Hofschen nach der IPHO.

Penzberg – Er ist quasi schon ein Routinier in Sachen Olympiade. Dabei ist Maximilian Hofschen weder Stabhochspringer noch Hürdenläufer. Wobei, Hürden musste der Penzberger Gymnasiast beim jüngsten Wettkampf auch nehmen. Der Oberstufenschüler stellte sich das dritte Mal den Herausforderungen der internationalen Physikolympiade (IPHO).

Im vergangenen Herbst reichte Hofschen seine Lösungen zur ersten Runde der IPHO ein. Bei dem wissenschaftlichen Wettkampf treten „die besten Nachwuchsphysiker aus knapp 90 Ländern“ gegeneinander an, weiß seine Lehrerin Susanne Schmitter. Wer die Besten sind, wird in einem vorgeschalteten nationalen Auswahlverfahren eruiert. Dass Hofschen dabei nicht ausgesiebt wurde, war wenig überraschend, zuvor hatte er schon zweimal an der Olympiade teilgenommen. „Mit Bravour meisterte er die erste Runde und nahm an der zweiten Runde, einer dreistündigen Klausur, teil“, berichtet Schmitter stolz. Mit einem soliden 44. Platz qualifizierte sich der Abiturient für die Bundesrunde am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald. Dort warteten in Runde drei gleich vier Prüfungen auf den Penzberger Schüler, sodass die Laborführungen fernab des Schreibtisches eine wahre Erholung gewesen sein dürften. Hofschen sicherte sich Rang 12 und damit das Ticket für die Finalrunde. 

Alles lief wie am Schnürchen, doch dann kam Corona. „Um den jungen Talenten auch unter diesen besonderen Umständen die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und den nationalen Auswahlwettbewerb abzuschließen, wurden die Klausuren, die eigentlich an der Jacobs University in Bremen stattfinden sollten, ins eigene Arbeitszimmer verlegt und per Videotelefonie durchgeführt“, erläutert Schmitter. Auch Experimente wurden auf diese Weise durchgeführt, jedem Teilnehmer wurde hierfür ein Päckchen mit den erforderlichen Materialien zugesandt. Und während seinen Schulkameraden nach jeder Abiturprüfung der Kopf rauchte, absolvierte Hofschen so ganz nebenbei noch diese Finalrunde. 

Ende Juni wurden dann die erfolgreichsten deutschen Schüler der Physikolympiade ausgezeichnet. Die Besten unter den Teilnehmern sicherten sich einen Startplatz im Nationalteam, das nun nicht wie geplant in Litauen in die fünfte Runde startet, sondern coronabedingt an einer Online-Olympiade auf europäi­scher Ebene sein Können beweisen muss. Maximilian Hofschen ist da aber nicht mehr dabei, sein 15. Platz reichte nicht fürs Nationalteam. Dennoch kann er stolz auf seine Leistung sein, denn deutschlandweit nahmen immerhin über 800 Jungen und Mädchen an der IPHO teil. ra

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