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Penzberger Gymnasium erhält Preis für Corona-Taskforce

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Von: Andreas Baar

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Freude über die Auszeichnung: Taskforce-Koordinator Georg Bernböck und Gymnasiums-Leiter Matthias Langensteiner. © Andreas Baar

Penzberg – Das Penzberger Gymnasium hatte eine spezielle Betreuung für positiv auf Corona getestete Schüler eingerichtet. Dafür gab es vom Kultusministerium eine Auszeichnung.

Die Corona-Testpflicht an Bayerns Schulen ist seit 1. Mai abgeschafft. Die verpflichtenden Tests waren 2021 eingeführt worden, was auch für das Penzberger Gymnasium galt. Dort machte man sich aber nicht nur über die Logistik Gedanken. Schulleiter Matthias Langensteiner und sein Kollegium standen vor einem zweiten, menschlichen Problem: „Was machen mit Schülern, die positiv auf das Virus getestet wurden? Diese mussten ja sofort raus ihrer Klasse, ihrer gewohnten Umgebung, und wurden isoliert. „Aber die kann man nicht allein lassen“, wusste der Schulleiter. „Diese Schüler sind ja vielleicht geschockt von dem Testergebnis.“

Und so entwickelten sie am Gymnasium eine „Corona-Taskforce“, wie es Langensteiner nennt. Start war am 14. Juni 2021 gewesen. Die Idee: Bis die Schüler abgeholt wurden, standen Eltern und Lehrer freiwillig auf Abruf bereit, um sich gleich um die betroffenen Schüler zu kümmern. Eigens dafür war ein Lagerraum im Erdgeschoss zu einem Isolierzimmer eingerichtet worden – „optisch aufgewertet“, sagt Langensteiner. Die positive getesteten Schüler wurden unter Wahrung aller Hygieneregeln dorthin geleitet und rundum betreut. In erster Linie wurden Gespräche geführt.

Drei bis vier Betreuer standen so an den Testtagen – montags, mittwochs und freitags – von 8 bis 9 Uhr in Rufbereitschaft. Dafür hatte eigens Georg Bernböck, Lehrer und Mitglied der Schulleitung, einen Dienstplan erarbeitet. Neben den Lehrern, die zum Teil extra für den Dienst früher in die Schule kamen, machten auch Eltern vor ihrem Arbeitsbeginn mit. „Das war ein herausragendes Maß an Eigenverantwortung“, lobt Schulleiter Langensteiner das Engagement.

1000 Euro an Preisgeld

Ende März lief heuer das Angebot aus. Nun erhielten die Verantwortlichen ihre Anerkennung Schwarz auf Weiß: Das Penzberger Gymnasium wurde vom Bayrischen Kultusministerium im Rahmen eines Wettbewerbs prämiert. Langensteiner hatte sich um den Preis beworben. Gewürdigt wurde von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) ein erfolgreiches Vorzeigeprojekt mit „innovativen und kreativen Ansätzen zur Bewältigung der Corona-Beeinträchtigungen an Schulen“, wie es in der Urkunde heißt. Als Preisgeld gab es 1000 Euro. Über die Verwendung werde man gemeinsam mit Eltern, Lehrern und Schülern entscheiden, sagt der Schulleiter.

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