Leichtathlet und U20-Meister Nick Jäger blickt auf seine Erfolge zurück

„Hat ganz gut geklappt“

Stationen eines erfolgreichen Jahres: Nick Jäger im März in Ohrdruf bei der Crosslauf-DM (l.), bei der DM über 2.000 Meter Hindernis Ende Juli in Rostock (M.) und im Dezember bei der Crosslauf-EM im niederländischen Tilburg (r.).

Penzberg – Ob abseits befestigter Wege auf unwegsamen Gelände oder in Runden auf der ebenen Kunststoffbahn und über Hindernisse: Nick Jäger konnte in den vergangenen Monaten als Leichtathlet überzeugen, der Penzberger holte gleich zwei Deutsche Meistertitel. „Ein sehr gutes Jahr“, so der 19-Jährige.

Was für ein überragende Saison für Nick Jäger! Der Leichtahlet des TSV Penz­berg sicherte sich zwei nationale Titel in der Klasse der U20: In Ohrdruf (Thüringen) wurde Jäger Deutscher Meister im Crosslauf über 6,4 Kilometer und in bei der Jugend-DM über 2.000 Meter in Rostock triumphierte er ebenfalls. Darüber hinaus qualifizierte sich der 19-Jährige für die Crosslauf-Europameisterschaft der U20 in Tilburg und wurde dort Neunter unter 96 Teilnehmern. Nick Jäger stammt aus einer Leichtathletik-Familie: Die Brüder Tom (21) und Luk (16) sind ebenfalls schon auf nationaler Ebene in Erscheinung getreten, Mutter Melanie Jäger ist Sportlehrerin und Trainerin. Im Gespräch mit dem Gelben Blatt lässt Nick Jäger, der in Erlangen Biologie studiert, das Jahr Revue passieren.


War es das perfekte Jahr? 

Ja, es war auf jeden Fall ein sehr gutes Jahr mit den zwei deutschen Meistertiteln und dann in Tilburg mit dem neunten Platz bei der Crosslauf-EM. Ich wurde deutscher Crosslaufmeister, auf der Bahn habe ich am Anfang der Saison nicht ganz das erreicht, was ich mir erträumt habe. Aber dann war der Saisonabschluss natürlich schon perfekt.

Welcher Erfolg hat Sie am meisten bewegt? 

Der größte Erfolg für mich war der Meistertitel über die 2.000-Meter-Hindernis. Das Rennen war unglaublich spannend und hat sich erst auf den letzten 50 Metern entschieden. Das war der Höhepunkt der ganzen Saison, das hab ich die ganze Zeit im Auge gehabt. Da wollte ich zeigen, was ich kann und das hat dann auch ganz gut geklappt.

Wie sieht Ihr Trainingsaufwand aus? 

Ich bin gerade in Erlangen und bin beim Stützpunkttraining dabei. Mein Mitbewohner Niklas Buchholz war auch schon Deutscher Meister, mit dem traininere ich zusammen. Sieben Mal die Woche. In Penz­berg habe ich eine super Trainingsgruppe, mit der wir auch auf der Berghalde trainieren oder wir machen Dauerläufe in der Umgebung oder laufen im Nonnenwaldstadion.

Ist eine Leistungssteigerung möglich? 

Ja, auf jeden Fall. Von den Zeiten her ist auf jeden Fall eine Steigerung zu erwarten. Nächstes Jahr starte ich bei den U23, deswegen wird es aber schwerer, an die guten Platzierungen ran zu kommen.

Wie geht es 2019 weiter? Ist mit weiteren Erfolgen zu rechnen? 

Ich starte im März wieder bei der Deutschen Crossmeisterschaft in Ingolstadt. Das ist das erste Ziel. Da können wir mit dem TSV Penz­berg auch mit einer Mannschaft starten. Aber ich bin in der älteren Leistungsstufe, da wird es schwer. Aber für mich persönlich kann ich neue Bestzeiten laufen. Dann probiere ich, mich bei den deutschen Männermeisterschaften im Juni gut zu verkaufen. Da läuft die ganze deutsche Spitze mit. Das wird sicher der Höhepunkt in diesem Jahr.

Das Interview führte Alexander Kraus

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