Starker Zulauf

Penzberger Montessori-Schule: Gedanken über Anbau

Montessori schule penzberg anbau
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Der Anbau (rot) könnte an der Ostseite der Schule entstehen.
  • Andreas Baar
    vonAndreas Baar
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Penzberg – Die Penzberger Montessori-Schule soll erweitert werden. Zumindest der Bebauungsplan wird dafür schon mal geändert. Das beschloss der Bauausschuss.

Als am 12. September 2013 die neue Montessori-Schule an der Seeshaupter Straße ihren Betrieb aufnahm, waren bei den Beteiligten sehr zufriedene und stolze Gesichter zu sehen. Mit dem Neubau, in den rund 6,9 Millionen Euro gesteckt worden waren, endete ein langer Weg: Nach dem gescheiterten Plänen für eine Schule in der Rathauspassage und der alternativen, aber bald zu engen Lösung am Alten Bahnhof war nun endlich ein eigenes Domizil geschaffen.

Mittlerweile werden in dem in Holzständerbauweise errichteten Gebäude mit seinen circa 2400 Quadratmetern knapp über 200 Schüler unterrichtet. 219 sind es aktuell in neun jahrgangsgemischten Klassen. Über 30 Mitarbeiter sind beschäftigt. Es gibt eine Grundschule und eine Mittelschule mit M10-Abschluss, zudem arbeitet man als Gesellschafter mit der Montessori-Fachoberschule in München zusammen. „Wir haben einen starken Zulauf“, freut sich Geschäftsführer Michael Feder.

Anbau auf der Ostseite

Doch die positive Entwicklung führt zu einem wachsenden räumlichen Bedarf. Schulintern waren Lösungen geprüft worden, am Ende kristallisierte sich ein Anbau auf der Ostseite des bestehenden Gebäudes als beste Lösung heraus. Im November vergangenen Jahres hatte die Montessori-Schule im Rathaus einen Antrag eingereicht: Gewünscht wurde eine Änderung des damals aufgestellten Bebauungsplans „Schulgebäude Seeshaupter Straße/Birkenstraße“. Diese ist nötig, weil der Anbau die festgesetzten Baugrenzen überschreiten würde.

Aufstockung ermöglichen

Die Verwaltung würde sich dem nicht in den Weg stellen, war nun im Bauausschuss zu hören. Die Montessori-Schule sei „ein begehrter Schulstandort“ geworden, sagte Stadtbaumeister Justus Klement. Angesichts steigender Schülerzahlen, auch durch die neuen Wohngebiete, wachse der Bedarf an schulischen Einrichtungen, hieß es aus dem Bauamt. Dort kommt man der Montessori-Schule sogar noch weiter entgegen und ergänzt den Antrag: Neben dem Anbau soll bei Bedarf auch eine Erhöhung des Bestands von derzeit zwei auf drei Vollgeschosse möglich sein. Es wurde einstimmig: Der Bauausschuss beschloss eine Änderung des Bebauungsplans. Weil dieser der innenstädtischen Entwicklung dient, kann er laut Stadtbaumeister im beschleunigten Verfahren öffentlich ausgelegt und neu aufgestellt werden. Im Stadtrat wird das Vorhaben nicht mehr behandelt.

Konkret ist bei der Montessori-Schule allerdings nichts. „Wir sind noch im Denkprozess“, sagt Geschäftsführer Feder auf Rundschau-Nachfrage. Der jetzige Antrag schaffe „die Grundvoraussetzung, dass man weiter denken kann“. Und dann muss intern vor allem eine wichtige Frage geklärt werden: Nämlich die nach den Kosten.

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