Perfekte Intonation

Sie kamen, spielten und siegten: Penzberger Musikschüler bei „Jugend musiziert“

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Auf die Leistungen von Victoria Runge, Hannah Hansel, Anna Blockinger, Felix Bingwen Sun, Sonja Bosselt und Lukas Soller (vorne von links) sind die Lehrer Heinz und Ellen Hennen, Bürgermeisterin Elke Zehetner, Schulleiter Johannes Mayer und Lehrer Josef Baudisch (hinten von links) stolz.

Penzberg – Wer in die Verwaltung der Musikschule spaziert, der erblickt als erstes ein Klavier, eigentlich. Denn von dem Flügel ist nichts zu sehen, wenn sich jene Schüler vor dem Instrument aneinanderreihen, die beim diesjährigen „Jugend musiziert“-Regionalwettbewerb in Landsberg Preise abstaubten.

Sieben Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren sandte die Musikschule an den Lech. Und alle kamen mit sehenswerten Platzierungen, vier erste Plätze und ein zweiter Platz, nach Penzberg zurück, wo Schulleiter Johannes Mayer jedem von ihnen als Anerkennung einen Büchergutschein überreicht. Angesichts der Konkurrenz, 120 Kinder und Jugendliche aus den Landkreisen Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Landsberg hatten ihr Instrument und sich zum Vorspielen herausgeputzt, ein ansehnlicher Erfolg. 

Mit seinen Sticks überzeugte der neunjährige Lukas Soller. 25 Punkte und damit das Maximum bescherten dem Drummer, der schon in der Jugendkapelle II und der Stadt- und Berg­knappenkapelle trommelt, den ersten Platz. Und das wiederum zauberte seinem Lehrer Josef Baudisch ein breites Grinsen ins Gesicht. Ans Klavier setzten sich die beiden ebenfalls neun Jahre alten Manuel Quint und Felix Bingwen Sun sowie die erst siebenjährige Sonja Bosselt. Quint, den Christine Günther unter ihren Fittichen hat, holte mit 18 Punkten einen zweiten Preis, während Bosselt und Bingwen Sun, die von Musikschulleiter Johannes Meyer unterrichtet werden, mit 22 und 25 Punkten und somit einem ersten Preis bedacht wurden. 

Ebenfalls einen ersten Preis gab es für das von Heinz und Ellen Hennen unterrichtete Holzbläser-Trio mit den beiden elfJährigen Hannah Hansel und Anna Blockinger (Querflöte) und der zwölfjährigen Victoria Runge (Fagott). Wer nun aber glaubt, zu dritt falle ein solcher Wettbewerb leichter, der irrt, denn „beim Trio ist die Intonation wichtig“, betont Schulleiter Mayer. Und diese Intonation müsse geübt werden. Und: „Man muss zusammen musizieren“, so Mayer. Dass die drei ein eingespieltes Team sind, daran lässt sich kaum zweifeln, wenn die Mädchen allesamt mit einem weißen Tuch mit vielen kleinen schwarz gedruckten Notenzeichen um den Hals für das Preisträger-Foto posieren. Doch die Mädchen waren im Vorfeld des Wettbewerbs auch sehr fleißig. „Wenn‘s drauf ankommt, versuche ich viel zu üben“, meint Hannah Hansel. Anna Blockinger pflichtet ihr bei, auch sie übe jeden Tag, wenn ihr Hausaufgaben und Lernen die Zeit dazu lassen. Und auch Victoria übte wohl viel, was sich schon allein daran zeigt, dass sie bei der Gutscheinübergabe spontan in ihr Fagott bläst und die ersten Töne von „In der Halle des Bergkönigs“ spielt. ra

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