Müde, aber glücklich

Ein letzter Tanz vor der Schlüsselrückgabe: Penzbergs Prinzenpaar dankt ab

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Noch einmal drehen, dann war Schluss: Franziska II. und Benedikt I. nahmen mit ihrem Hofstaat tanzend Abschied von Krone und Zepter.

Penzberg – Ihre Vorgängerin verlor im vergangenen Jahr wie Aschenputtel einen Schuh und ließ zum Abschied Tränen fließen, heuer behielt die Prinzessin die Sohlen an den Füßen und hatte keine feuchten Augen. 

Als Franziska II. vom Vier-Generationen-Reich und Benedikt I. von der OK Manege, das Prinzenpaar des Penzberger Faschings, am gestrigen Dienstag ein letztes Mal tanzten, ehe sie den Rathausschlüssel aushändigten, waren die Blicke weitaus weniger emotional als 2019. Die beiden behielten ihr Lächeln auf den Lippen, als ob ihre Regentschaft ewig währen würde. 

Ein letzter Tanz vor der Rückgabe des Rathausschlüssels: Penzbergs Prinzenpaar dankt ab

Das Penzberger Prinzenpaar und sein Hofstaat tanzten ein letztes Mal im Rathaus vor der Schlüsselrückgabe. © ra
Das Penzberger Prinzenpaar und sein Hofstaat tanzten ein letztes Mal im Rathaus vor der Schlüsselrückgabe. © ra
Das Penzberger Prinzenpaar und sein Hofstaat tanzten ein letztes Mal im Rathaus vor der Schlüsselrückgabe. © ra
Das Penzberger Prinzenpaar und sein Hofstaat tanzten ein letztes Mal im Rathaus vor der Schlüsselrückgabe. © ra
Das Penzberger Prinzenpaar und sein Hofstaat tanzten ein letztes Mal im Rathaus vor der Schlüsselrückgabe. © ra
Das Penzberger Prinzenpaar und sein Hofstaat tanzten ein letztes Mal im Rathaus vor der Schlüsselrückgabe. © ra
Das Penzberger Prinzenpaar und sein Hofstaat tanzten ein letztes Mal im Rathaus vor der Schlüsselrückgabe. © ra
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Das Penzberger Prinzenpaar und sein Hofstaat tanzten ein letztes Mal im Rathaus vor der Schlüsselrückgabe. © ra
Das Penzberger Prinzenpaar und sein Hofstaat tanzten ein letztes Mal im Rathaus vor der Schlüsselrückgabe. © ra
Das Penzberger Prinzenpaar und sein Hofstaat tanzten ein letztes Mal im Rathaus vor der Schlüsselrückgabe. © ra

Das Konfetti klebte noch in den Ritzen des Pflasters auf dem Stadtplatz, die letzten Spuren des Gaudiwurms, als das Prinzenpaar samt Hofstaat das Rathaus betrat. Dort wippten dann die Röckchen im wilden Rhythmus bei jeder Drehung, bei jeder Hebefigur. Überall glitzerte und funkelte es. Das royale Gefolge tanzte sich noch einmal die Seele aus dem Leib und ließ sich die vergangenen schlafarmen und fest­reichen Abende nicht anmerken. Unter einer dicken Make-up-Schicht verbargen die Damen müde Augen, die Herren konnten auf den Schatten setzen, den ihre Melone ins Gesicht warf. Nach dem Hofstaat betraten Franziska II. alias Franziska Grünzinger und Benedikt I. alias Benedikt Brennauer die Tanzfläche im Rathausfoyer, die Mitarbeiter de Stadtverwaltung, unter ihnen eine Squaw, eine Flasche und ein Krümelmonster, bildeten den passenden Rahmen. Unentwegt lächelten die beiden, ihre Blicke schweiften in die Menge, um sich dann wieder zu finden. Als die Musik ausklang, war es schließlich so weit: „Wir müssen noch etwas übergeben, ob wir wollen oder nicht“, schmunzelte Brennauer. Und Bürgermeisterin Elke Zehetner huschte geschwind an seine Seite, um den Rathausschlüssel entgegenzunehmen. Schnell war dieser damit zurück im festen Griff der obersten Penzbergerin. 

Die Zeit als Prinzenpaar sei „absolut der Wahnsinn und so intensiv“ gewesen, schwärmte Brennauer nun schlüssellos. „Das Highlight war der Krönungsball“, ergänzte Grünzinger. Beide strahlten und ließen sich nicht anmerken, dass sie in der Endphase fünf- bis sechsmal pro Woche trainiert und die vergangenen Tage kaum geschlafen hatten. Jetzt geht es für die beiden in den Wellnessurlaub, zusammen, „denn wir können uns immer noch leiden“, lachte Franziska Grünzinger. ra

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