„Eine geniale Sache“

Die neue Stadtbusline 3 soll im Herbst erst einmal in den Probebetrieb gehen

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Die neue Stadtbuslinie 3 soll am 1. September starten: Dann mit Haltestellen an der Ludwig-März-Straße, Stadthalle und Bürgermeister-Rummer-Straße, am Rewe, am Gewerbegebiets Grube/Nonnenwaldstraße sowie am Juze und am Sportstadion.

Penzberg – Haltestellen an der Ludwig-März-Straße, der Stadthalle und der Bürgermeister-Rummer-Straße und am Rewe. Dazu eine Anbindung des Gewerbegebiets Grube/Nonnenwaldstraße sowie des Jugendzentrums und des Nonnenwaldstadions, zum Teil im Halbstundentakt mit Anbindung an den Zugverkehr und alle 15 Minuten ein Bus zwischen Bahnhof und der Firma Roche. So lauten die Eckdaten für die neue Stadtbuslinie 3, welche der Stadtrat nun einstimmig beschlossen hat.

Peter Holzmann, im Rathaus für den Stadtbus verantwortlich, erläuterte am Dienstagabend zunächst die Rahmendaten: Ein regulärer Bus würde auf der neuen Linie 708 Euro pro Tag kosten, was bei 250 Fahrtagen im Jahr eine Summe von 177.000 Euro ergäbe. Würde ein Kleinbus mit zwölf Sitzplätzen eingesetzt, lägen die Kosten bei 172.250 Euro. Bei einem Start der neuen Linie zum 1. September würde die Linie 4 (Stadtgebiet/Roche) zunächst um vier Fahrten reduziert und zum Fahrplanwechsel im Dezember komplett eingestellt. Dann nämlich greift ein verbessertes Angebot aus Richtung Wolfratshausen, von dem laut Holzmann insbesondere die Beschäftigten von Roche aus den Ortsteilen Reindl und Maxkron profitierten. 

Die Linie 3, so Holzmann, sollte zunächst bis Dezember 2022 im Probebetrieb laufen. Dafür würde anfänglich ein Kleinbus zur Verfügung stehen. In diesem Jahr würden dann noch Kosten in Höhe von 60.000 Euro anfallen, die aber durch Einsparungen bei der Schülerbeförderung sowie durch geringere Personalkosten abgedeckt werden. „Sollten wir feststellen, dass es wie beim Einkaufsbus nicht funktioniert, können wir das Angebot sofort wieder zurückfahren“, betonte Holzmann, der durch die neue Linie übrigens keine negative Auswirkungen auf die Verkehrsbelastung im Stadtgebiet erwartet. 

Ralf Kreutzer, Niederlassungsleiter der RVO in Weilheim, setzt große Hoffnung auf das neue Angebot. Er lobte die enorme Steigerung der Fahrgastzahlen durch die Roche-Tickets und erklärte, dass ein Halbstundentakt mitsamt der Anbindung an den Zugverkehr „ein Riesenvorteil für die Penzberger wäre“. Hinzu kommt, dass das Roche-Werk mit seinen rund 6.000 Beschäftigten dann nicht mehr bloß alle 30 Minuten, sondern alle 15 Minuten vom Stadtbus angefahren wird. „Das ist eine geniale Sache“, strahlte RVO-Mann Kreutzer. 

Christine Geiger (CSU) sprach sich ebenso engagiert wie letztlich erfolglos für den Einsatz größerer Busse aus, während sich Katharina von Platen (Grüne) attraktive Bushaltestellen wünschte. Ein Wunsch, der kein frommer bleiben dürfte, denn Holzmann erklärte: „Bänke sind das Mindeste, was wir da einführen sollten.“ dd

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