Recyceln statt Wegwerfen

Penzberger Volkshochschule: Sammelaktion für alte Handys

Auf dem Bild sind die VHS-Leiterin Katja Wippermann, Mitarbeiterin Ute-Maria Laube und die Sammelbox für alte Handys zu sehen.
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Zu den Bürozeiten steht die Sammelbox bereit: VHS-Leiterin Katja Wippermann (l.) und Mitarbeiterin Ute-Maria Laube haben schon mal zwei alte Handys „entsorgt“.

Penzberg – Die Penzberger Volkshochschule (VHS) startet eine Premiere: Ab sofort steht eine Sammelbox für ausrangierte Mobiltelefone bereit. Die Aktion soll die Natur schützen, aber auch Gutes tun.

Für VHS-Leiterin Katja Wippermann ist es angesichts der millionenfach unnütz herumliegenden Geräte eine sinnvolle Aktion: „Man kann auf simple Weise was für die Umwelt und die Menschenrechte tun“, betont sie. Und meint damit das neueste Projekt der Penzberger Bildungseinrichtung: In der Geschäftsstelle werden nun alte Handys gesammelt und einer nachhaltigen Zukunft zugeführt. „Wenn man weiß, welche Folgen für Menschen und Umwelt der Abbau der zum Teil seltenen und kostbaren Rohstoffe in etlichen Ländern der Erde hat, dann muss man dafür sorgen, dass möglichst alle Handys wieder dem Kreislauf zurück geführt werden“, sagt Wippermann.

Telekom ist Partner

Hinter der Sammlung steckt die „Handyaktion Bayern“, gestartet von Mission EineWelt und EineWelt Netzwerk Bayern. Die Penzberger VHS hat sich die Telekom als offiziellen Sammelpartner geholt. Diese stellt die Box zur Verfügung und lässt sie kostenlos abholen. In die Box können auch unbeschädigte Akkus sowie Ladekabel und Kopfhörer deponiert werden. Wichtig: „Die SIM- und Speicherkarten müssen entfernt werden und auch alle Daten vom Handy gelöscht werden“, erklärt die VHS-Chefin.

Abgabezeiten

Die Box ist zu den VHS-Öffnungszeiten zugänglich (Montag bis Freitag von 8.30 bis 12 Uhr sowie Donnerstag von 15 bis 18 Uhr). Nähere Infos unter Telefon 08856/3615.

Erlös für Bildungsprojekte

Die eingesendeten Mobiltelefone werden überprüft und laut Wippermann alle gegebenenfalls doch noch auf dem Gerät vorhandenen Daten gelöscht. Handys, die verwendbar sind, werden aufbereitet und weiterverkauft. Die restlichen Exemplare gehen in das Recycling. Darum kümmert sich Teqcycle, ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb, der dafür einen Teil der Erlöse erhält. Mit dem anderen Teil des Erlöses werden Bildungsprojekte in Liberia, El Salvador und Bayern unterstützt. Aktuell erhält die HandyAktion Bayern dafür circa 50 Cent pro Gerät, so Wippermann. Die Volkshochschule hat ihre Sammelaktion dauerhaft angelegt. Für Wippermann keine Frage: „Es kostet keine Mühe und bringt so viel.“

Andreas Baar

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