Versammlung der Feuerwehr

Schnell, flexibel, motiviert

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Penzberg - Kommandant Christian Abt zog Bilanz über das vergangene Jahr im Rahmen der Hauptversammlung der Feuerwehr Penzberg. Dabei sparte er auch nicht mit Kritik, weil etwa den Einsatzkräften immer mehr abverlangt werde.

Wäre die Penzberger Feuerwehr keine freiwillige, die Stadt könnte sich deren Dienste wohl gar nicht mehr leisten. Denn 7.756 Einsatzstunden kamen alleine im Jahr 2016 zusammen, eine Zahl, die den städtischen Haushalt explodieren ließe, müsste dafür die öffentliche Hand aufkommen. Wie Kommandant Christian Abt bei der Jahreshauptversammlung der Floriansjünger mitteilte, seien die Einsatzstunden, in denen alle Übungen und Lehrgänge enthalten sind, im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent gestiegen, obwohl die Zahl der Einsätze um 32 auf 181 Einsätze (darunter 119 technische Hilfeleistungen und 42 Brände) zurückgegangen ist. Dennoch: Langweilig wurde es der Feuerwehr nicht, wie Abt an einigen Beispiel zeigte.

Bei dieser Rückschau durfte der Brand in der Schreinerei Hundhammer ebenso wenig fehlen wie der Hochwassereinsatz in Peißenberg und Polling, wo die Penzberger mit 54 Einsatzkräften vor Ort war. „Mit so vielen Kräften dort geholfen zu haben, das ist schon beeindruckend“, sagte Abt. Der Brand einer Gartenhütte im November im Westend habe wiederum gezeigt, dass aus solch einem Feuer bei zu viel Wind schnell ein Waldbrand entstehen kann, „den wir dann nicht mehr alleine kontrollieren können“. Da brauche es vor allem, so Abt, eine „rasche Einsatzbereitschaft“. Die stellten die Penzberger auch beim Großbrand eines Bauernhofes in Bichl am zweiten Weihnachtsfeiertag ebenso unter Beweis wie bei einer Katastrophenschutzübung in Mürnsee, die wegen des Amok­laufs im Olympiaeinkaufszentrum in München abgebrochen wurde, da die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft versetzt wurden. „Da wurden wir in der Übung von der Realität eingeholt“, konstatierte Kommandant Abt. Er zeigte sich schwer beeindruckt von der spontanen Bereitschaft seiner Leuten, nach dem Einrücken ins Gerätehaus nicht nach Hause gefahren zu sein, sondern abgewartet zu haben, ob sie noch gebraucht werden. Die enorme Bandbreite der Einsätze erfordert freilich eine stetige Aus- und Weiterbildung. So haben die 94 aktiven Mitglieder der Penzberger Feuerwehr im vergangenen Jahr exakt 1.266 Stunden in Lehrgänge investiert. An 143 Tagen haben dabei Ausbildungen im Penzberger Gerätehaus stattgefunden. „Wir sind also die Feuerwehrschule Penzberg“, sagte Abt stolz und erhielt für diese Feststellung ordentlich Applaus. Kreisbrandmeister Hubert Sterzer attestierte den Penzber­gern ein hohes Ausbildungsniveau und erklärte: „Dadurch habt ihr viel zur Schadensabwehr beigetragen.“ arr (mehr dazu in der Printausgabe)

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