Grünen-Antrag im Stadtrat

Penzbergs Stadtplatz soll „Platz der Vielfalt“ werden

penzberg stadtplatz drehmomente
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Auf dem Stadtplatz fand die Autoschau „Drehmomente“ (hier 2018) statt.

Penzberg – Der Penzberger Stadtplatz soll „Platz der Vielfalt“ heißen. Die Grünen-Stadtratsfraktion hat einen Antrag auf Umbenennung gestellt.

Die Umgestaltung des Penzbergs Stadtplatzes, dem einst der traditionsreiche Staltacher Hof und das Stammlergebäude weichen mussten, war wegen seiner Dimensionen und Granitpflasterung nicht unumstritten gewesen. Im Oktober 2013 war das Areal nach dem umfangreichen Umbau eingeweiht worden. Unbestritten ist, dass sich das Areal an der Hauptkreuzung in den vergangenen Jahren zu einem Treffpunkt und Veranstaltungsort entwickelt hat. Mit dem Namen ist die vierköpfige Grünen-Fraktion im Stadtrat allerdings nicht glücklich. Sie fordert in einem Antrag, das Areal in „Platz der Vielfalt“ umzutaufen. Der Platz „ist ein zentraler und wichtiger Ort für Penzberg“, so Fraktionssprecherin Kerstin Engel – dieser Bedeutung solle auch der Name gerecht werden. Penzberg zeichnet sich durch seine kulturelle Vielfalt, Toleranz und Offenheit aus, heißt es in dem Antrag weiter. Engel: „Gerade in Zeiten wachsenden Rechtsextremismus ist die Offenheit für andere Nationen und Kulturen eine wichtige Eigenschaft“, dies gelte es durch eine Umbenennung zu betonen und zu fördern. „Dies wäre ein starkes Zeichen nach außen, dass in unserer Stadt kein Platz für rechtes Gedankengut und Diskriminierung ist.“

„Teil unserer Stadtgemeinschaft“

Ein „Platz der Vielfalt“ soll nach Wunsch der Grünen nicht nur die unterschiedlichen Herkunftsländer und Religionszugehörigkeiten der Bürger berücksichtigen, sondern unter anderem Menschen mit Behinderung einbeziehen. Auch möchte man so betonen, dass in Penzberg jeder willkommen ist und „Teil unserer Stadtgemeinschaft werden kann“, so Engel. „Unser Stadtplatz soll von allen Menschen, die in unserer Stadt leben, genutzt werden, unabhängig von Herkunft, Glaube, sexueller Identität, Alter oder Gesundheit.“ Über die Vielfalt der Stadtgesellschaft möchten die Grünen dann zudem mit einer Schautafel oder ähnlichen informieren. Die Umbenennung könnte – sobald es die Corona-Lage wieder zulässt – mit einem „Fest der Vielfalt“ gefeiert werden. Grünen-Fraktionschefin Engel kann sich vorstellen, dass dann Vertreter verschiedener Nationen und Interessensgruppen teilnehmen und gastronomische Schmankerl anbieten. Andreas Baar

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