Sitzung wird aufgezeichnet

Penzbergs Stadtrat testet Livestream

Ein Schild mit der Aufschrift „Stadtrat“ steht auf einem Holztisch..
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Die Sitzung des Penzberger Stadtrats soll probeweise als Livestream aufgezeichnet werden.

Penzberg - Der Penzberger Stadtrat geht in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 16. Dezember, erstmals online. Allerdings nur im Probebetrieb und nicht live im Netz.

Der Stadtrat hatte sich in seiner Oktober-Sitzung einmütig darauf verständigt, dass die Verwaltung eine Firma besorgt, die einen Schnuppertest realisieren soll. Die Fachleute sollen den Räten bei Bedarf auch Rede und Antwort stehen. Einen Livestream hatte zuletzt die BfP-Fraktion im April beantragt. Wie Rathausgeschäftsleiter Roman Reis in der jüngsten Sitzung mitteilte, habe man jetzt ein Unternehmen gefunden, das den Probelauf begleitet. Eine erste Begehung der Stadthalle, dort tagt Corona-bedingt derzeit das Stadtparlament, fand bereits statt. In der Sitzung am 16. Dezember soll ein Probebetrieb erfolgen, gab Reis bekannt: „Man sollte es auf alle Fälle mal ausprobieren.“

Ganze Sitzung aufzeichnen

Wie der Geschäftsleiter auf Rundschau-Nachfrage erklärte, handelt es sich um eine Dachauer EDV-Firma, die an diesem Abend aufzeichnet. „Wir werden die gesamte Sitzung machen“, so Reis – inklusive nichtöffentlichem Teil. Dafür müssen die zwei Techniker eigens eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. Die Aufnahme bekommen dann die Stadträte zu Gesicht. Sie sollen dann auch über das weitere Vorgehen befinden. Der Rathausgeschäftsleiter jedenfalls möchte nicht mehr allzu lang mit einer Entscheidung des Stadtrats warten: „Eigentlich sollte er es im Januar machen.“

Immer noch Zweifel

Wie berichtet, sind nicht alle Mitglieder glücklich mit dem Livestream, mancher fürchtet Einflussnahme der parlamentarischen Arbeit über das Internet oder die Verletzung von Persönlichkeitsrechten. Mit dem Sitzungsort gibt es jedenfalls keine Probleme, ist von Reis zu hören: „Die Technik ist unproblematisch in der Stadthalle. Sie hat ja alles.“ Die Kosten für den Livestream sind noch unklar. Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) hatte von einer ersten groben Schätzung von rund 2500 Euro pro Sitzung gesprochen. Andreas Baar

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