Werbung für eine gute Sache

Per Urkunde bestätigt: Iffeldorf ist wieder „Fairtrade-Gemeinde“

Iffeldorf ist wieder Fairtrade gemeinde
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Urkundenübergabe: (v.l) Isolde Künstler, Martina Ott, Julia Necker (alle Steuerungsgruppe), Bürgermeister Hans Lang sowie Julia Lenzmaier und Hans Grupp (beide Steuerungsgruppe) sind stolz auf die erneute Fairtrade-Auszeichnung.
  • Andreas Baar
    vonAndreas Baar
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Iffeldorf – Die Kommune Iffeldorf darf sich zum dritten Mal mit dem Titel „Fairtrade-Gemeinde schmücken“. Im Gemeinderat wurde nun die Urkunde offiziell übergeben.

Im Oktober 2016 hatten die Iffeldorfer und vor allem die Mitglieder der eigens eingerichteten Steuerungsgruppe das erste Mal Grund gehabt, zufrieden drein zu schauen. Zum ersten Mal bekam die Osterseenkommune den Titel „Fairtrade-Gemeinde“ verliehen. Die Auszeichnung gibt es vom in Köln sitzenden Verein „TransFair“.

Wer sie haben möchte, muss immerhin fünf strenge Kriterien im Bezug auf den fairen Handel erfüllen. Den Titel darf man zwei Jahre lang führen. 2018 erneuerten die Iffeldorfer das Qualitätssiegel, 2020 bewarb man sich erfolgreich erneut. Ende vergangenen Jahres hing die Urkunde im Rathaus, jetzt wurde in der Gemeinderatssitzung die Verleihung offiziell vollzogen. Immerhin drei Gemeinderäte – Julia Necker, Martina Ott und Isolde Künstler (alle SPD) sind in der Steuerungsgruppe vertreten.

Zum Titel gezittert

Man habe ein „bisserl gezittert“, ob es wieder mit dem Titel hinhauen würde, berichtete Necker – schließlich sei die Gruppe auch Corona-bedingt 2020 „ein bisserl eingeschlafen“ gewesen. Necker machte keinen Hehl daraus, dass die Auszeichnung der Kommune gut zu Gesicht steht: „Fairtrade ist eine gute Sache.“ Necker nutzte die Gelegenheit, um mehr Mitbürger für die Teilnahme am fairen Handel zu werben: Der Titel zeige gut, „was man im Kleinen machen kann“.

Vom Bürgermeister gab es Lob und Dank für das Engagement der Steuerungsgruppe. Hans Lang (SPD) ist es allerdings wichtig, „dass nicht nur immer bloß was hängt“, wie er in Anspielung auf die Urkunde betonte. Vielmehr müsste es auch Veranstaltungen und Infostände zu dem Thema geben, was allerdings in Corona-Zeiten schwierig ist.

Weitere Infos

Mehr zu der Auszeichnung gibt es auf der folgenden Webseite.

Zukunft im fairen Handel

Die Kommune selbst kann Vorbild sein. Lang denkt an die Pachtverträge von gemeindlichen Liegenschaften: Diese könnte man mit einem Passus zur Verpflichtung auf Fairtrade-Produkte gestalten. Der Rathauschef („Die Gemeinde ist dem gegenüber aufgeschlossen“) versprach grundsätzlich weitere Unterstützung der Kommune. Und er hofft auf die Zukunft des fairen Handels, nicht nur im Dorf: „Es sollte irgendwann selbstverständlich sein.“

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