Von Mussorgsky bis Goodman

Benefizkonzert des Poilzeiorchesters erbläst 5.300 Euro für Klinik-Förderverein

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Freuten sich über die Höhe des Spendenschecks: Vertreter der Penzberger Polizei mit ihrem Chef Jan Pfeil (3. von links), dritter Bürgermeister Ludwig Schmuck (4. von links), Bürgermeisterin Elke Zehetner (5. von links), Polizeivizepräsidentin Eva Schichl (6. von links), Dirigent Johann Mösenbichler (6. von rechts), Regina Bartusch vom Krankenhausförderverein (5. von rechts) und Landrätin Andrea Jochner-Weiß (3. von rechts).

Penzberg – Am Ende gab es stehende Ovationen und eine letzte Zugabe, die zur allerletzten führte: Mit dem von Erroll Garner komponierten Jazzstandard „Misty“ sowie dem „Coburger Marsch“ von Johann Michael Haydn ließ das Polizeiorchester Bayern sein Benefizkonzert in der Stadthalle ausklingen.

Insgesamt 45 studierte Berufsmusiker auf der Bühne, die für dieses Konzert extra vergrößert werden musste, sieht man in der Stadthalle nicht alle Tage. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass dieser Auftritt im Rahmen des 100-jährigen Stadtjubiläums schon lange ausverkauft war. So konnten Bürgermeisterin Elke Zehetner und Organisator Tom Sendl noch vor dem ersten Akkord den Spendenscheck an Regina Bartusch, der Vorsitzenden des Krankenhausfördervereins, aushändigen. Bartusch wiederum würdigte den Benefizauftritt als eine „tolle Geste“. 

Da kam schon der erste Beifall auf, der sich dann noch steigerte, als die Mitglieder des Orchesters unter der Leitung von Johann Mösenbichler die Bühne betraten. Ab diesem Zeitpunkt standen nicht mehr die Worte, sondern die Musik im Mittelpunkt. Los ging es mit der „Symphonic Overture“, gefolgt von „Bilder einer Ausstellung“ des Malers Viktor Hartmann aus der Feder des russischen Komponisten Modest Mussorgsky. Die acht verschiedenen Bilder, teils tragend, teils aber auch als musikalisches Zwiegespräch zwischen den einzelnen Instrumenten angelegt, dauerten allein eine Dreiviertelstunde. Nach der Pause kamen dann eher bekanntere Werke zur Aufführung, etwa die Filmmusik aus dem Edelwestern „Die glorreichen Sieben“ oder aus „Star Wars“, aber auch klassischer Big-Band-Sound von Benny Goodman. 

Rund 50 Benefizkonzerte gibt das 1951 gegründete Ensemble jährlich und steht dabei honorarfrei zur Verfügung. „Wir verstehen uns als Bindeglied zwischen der Polizei und der Bevölkerung“, sagte Chefdirigent Mösenbichler und ergänzte augenzwinkernd: „Es ist schön, dass die Leute solchen Spaß dabei haben, mit der bayerischen Polizei direkten Kontakt zu haben.“ Zur Zugabe hat sich Mösenbichler dann selbst mit der Aussage „Wir können noch, wenn sie wollen“ aufgefordert. Als der letzte Takt schließlich verklungen war, erhob sich der Saal von den Plätzen: Stehender Applaus zeigte, dass der Abend beim Publikum gut angekommen war. Rund 300 Besucher waren in die Stadthalle gekommen und sorgten so für einen prallgefüllten Spendentopf in Höhe von 5.334 Euro. Geld, das nun dem Förderverein des Krankenhauses Penzberg zugute kommt. wbr

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