Dieb in der Leitung

Falscher Polizist erbeutet Geld und Schmuck: Polizei warnt vor Telefonbetrug im Landkreis Weilheim-Schongau

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Die Polizei appelliert an Angerufene, sich von Fremden am Telefon nicht unter Druck setzen zu lassen.

Weilheim-Schongau – Der Mann am anderen Ende der Leitung setzte die ältere Frau aus dem Landkreis Weilheim-Schongau mächtig unter Druck, so sehr, dass die Dame schließlich ihr Hab und Gut in die Hände eines vermeintlichen Polizeibeamten gab. Erst danach kamen ihr Zweifel. Nun ermittelt die Polizei.

Am vergangenen Samstag, 20. Juni, gegen 17 Uhr wurde eine ältere Dame im Landkreis Weilheim-Schongau telefonisch von einem Mann kontaktiert, der die Frau über eine vermeintliche Einbruchserie in der Nachbarschaft informierte. Er überredete die Frau, Bargeld und Schmuck, ein Wert im mittleren vierstelligen Bereich, zur Registrierung einem Unbekannten, vermeintlich ein Polizeibeamter, zu überreichen. Dies gelang dem Anrufer mit „Druck und Überzeugungskraft“, so Alexander Huber, Pressesprecher im Polizeipräsidium Oberbayern Süd. 

Wenig später schöpfte die Frau dann aber Verdacht und verständigte die Polizei. „Die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd übernahm umgehend unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II die weiteren Ermittlungen“, erläutert der Pressesprecher. 

Huber rät nach diesem Vorfall Angerufenen, misstrauisch zu sein, wenn sich eine Person am anderen Ende der Leitung als Beamter oder Verwandter ausgibt und von einer ernsten Notlage berichtet. „Rufen Sie die betreffenden Angehörigen unter der Ihnen bekannten Rufnummer zurück und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Das Gleiche gilt für Anrufe von Behörden“, appelliert Huber. Auch Details zur familiären oder finanziellen Situation sollten am Telefon nicht weitergegeben werden. Wirkt die  Kontaktaufnahme verdächtig, so sollte die Polizei unter der Notrufnummer 110 schnellstmöglich telefonisch verständigt werden. ra

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