Dynamisch und facettenreich

Blaskapelle Kochel überzeugt beim Frühjahrskonzert in der vollbesetzten Heimatbühne

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Gut im Griff hatte Dirigent Kaspar Loipolder die Blaskapelle Kochel am See beim Frühjahrskonzert 2019.

Kochel – Höchstens für einen ganz Schmalen wäre im Saal der Heimatbühne noch ein Stehplatz zu finden gewesen, als die Blaskapelle Kochel zu ihrem Frühjahrskonzert geladen hatte. Vollbesetzt der große Saal, lediglich auf dem Balkon hätten noch ein paar Zuhörer Platz gefunden.

Mit dem Konzertmarsch „Euphoria“ des jungen Tiroler Komponisten Martin Scharnagl eröffneten Dirigent Kaspar Loipolder und seine knapp 50 Musikanten das Konzert. Nach der Begrüßung durch Vorstand Florian Strys übernahm der Söcheringer Ansager Rudi Ottl das Mikrofon. Er wartete mit großem Hintergrundwissen über die einzelnen Stücke und deren Komponisten auf und lockerte den Abend mit einigen Anekdoten aus dem Musikantenleben auf. So spiegele etwa die symphonische Ouvertüre „Slovenia“ des Holländers Alfred Bösendorfer das Erwachen der Slowenen nach langer Zeit hinter dem Eisernen Vorhang zur neugewonnenen Freiheit unter den Völkern Europas wider. Hier zeigte sich bereits, dass der Dirigent sein Ensemble gut im Griff hatte. Bravourös bewältigten die Musiker da die zahlreichen Rhythmus- und Tempiwechsel des ausdrucksstarken Stücks. Ganz still wurde es dann im Saal bei der schottischen Ballade „Highland Cathedral“, welche die Kapelle ihrem ehemaligen Mitglied Georg Schwaiger, der erst vor acht Wochen überraschend verstorben ist, widmete. 

Traditionell ging’s mit Alexander Pflugers „Bodensee-Polka“ weiter, der sich ein Medley aus der Filmmusik zu Walt Disneys „König der Löwen“ anschloss. Gut bewältigte die Blaskapelle auch die Melodien zum Film „Nanga Parbat“, deren enormer dynamischer Umfang von eindrucksvollen Bildern einer Himalaya-Besteigung hinterlegt wurde. 

Wie Bürgermeister Thomas Holz am Rande des Konzerts erwähnte, muss man um die Zukunft der Kochler Musikanten keine Angst haben, denn zahlreiche junge Instrumentalisten strömen hier nach. Die Jugendkapelle stellte dann auch mit zwei Stücken unter der Leitung von Tobias Sporer ihr bereits erworbenes Können unter Beweis. 

Bunt gemischt ging’s dann nach der Pause weiter. Dem Marsch aus der Kinofilm-Serie „Police Academy“ folgte der Hit „Matrimony“ von Gilbert O’Sullivan, ehe sich das Ensemble in einem Medley diversen Schlagern der Neuen deutschen Welle der Achtzigerjahre widmete. Nach dem Konzertmarsch „Per Aspera ad Astra“ wurde das begeisterte Publikum mit drei Zugaben verabschiedet. ejs

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