Aus und vorbei

Post in Penzberg wird geschlossen, dafür gibt es bei Rewe einen Schalter 

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Am 18. März ist Schluss: Das 1923 errichtete Gebäude muss künftig ohne Briefträger auskommen, weil kaum ein Penzberger mehr die Postbank nutzt.

Penzberg – In zwei Monaten ist Schluss: Am 18. März um 12.30 Uhr schließt die Penzberger Post an der Philippstraße für immer ihre Pforten. Und das nicht etwa, weil zu wenig Briefe und Pakete verschickt werden, sondern weil das Postsparbuch aus der Zeit gefallen ist.

Als Pächter des Gebäudes aus dem Jahr 1923 fungiert die Postbank, die dort auch die klassischen Dienstleistungen der Post anbietet. Doch damit, so heißt es, sei die Filiale nicht länger wirtschaftlich zu betreiben. Das wäre nur dann der Fall, wenn dort auch Bankdienstleistungen wie Baufinanzierungen, Altersvorsorge oder die Eröffnung von Girokonten getätigt würden. Dieses Geschäft aber ist schon seit einiger Zeit rückläufig. 

Während sich die Penzberger SPD in einer Stellungnahme noch kämpferisch gibt und erklärt, zur Rettung des Standorts an der Philippstraße „nichts unversucht zu lassen“, weil ja schließlich gesetzlich vorgeschrieben sei, dass im städtischen Bereich keiner mehr als zwei Kilometer von der nächsten Postfiliale entfernt wohnen darf, hat Bürgermeisterin Elke Zehetner bereits einen Haken hinter dieses Thema gesetzt. Zum einen kann sie sich damit anfreunden, dass die Deutsche Post im Rewe-Markt am 18. März eine Filiale eröffnet – „in unmittelbarer Nähe“ zum bisherigen Standort, wie es aus der Bonner Postbank-Zentrale etwas großzügig bemessen heißt. „Bei Rewe wird aber das sogenannte postalische Vollsortiment angeboten, also Dienstleistungen für Privat- wie für Gewerbekunden“, betont die Rathauschefin. Dafür werde dort eigens eine Nische freigeräumt, um Platz für einen richtigen Postschalter zu schaffen. Darüber hinaus zeichnet sich aber auch eine Lösung dafür ab, dass die Verteilung der Post nicht aus Penz­berg abgezogen wird, sondern in der Stadt erhalten bleibt. Mit dem Eigentümer einer ehemals gewerblich genutzten Immobilie stehe man darüber in intensiven Verhandlungen, so Zehetner. „Und es schaut ganz gut aus“, sagt sie, ohne aber weitere Details nennen zu wollen. 

Während die Postbank ihre Kunden bei beratungsintensiven Fragen an ihre Filiale an der Hindenburgstraße in Bad Tölz verweist, ist das kostenlose Abheben von Bargeld auch in Penzberg weiterhin möglich: bei der HypoVereinsbank und im E-Center sowie in Benediktbeuern bei der Post an der Dorfstraße. la

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