Die prägende Handschrift der SPD

Bürgermeister Hans Mummert (2. von links) war beim Neujahrsempfang der SPD, wie auf unserem Bild bei den Elternbeiräten, ein gefragter Gesprächspartner.

Wenn Penzberg heuer seinen 100. Namenstag feiert, so können die Bürger „stolz auf das sein, was in dieser Zeit alles geleistet wurde, aber auch darauf, dass all das die maßgebliche Handschrift der SPD trägt“. Dies betonte Bürgermeister Hans Mummert beim traditionellen SPD-Neujahrsempfang am Dreikönigstag in der Stadthalle. Dass es Penzberg auch wei- terhin gut gehen werde und vor allem, dass hier „dank einer vorausschauenden und überlegten Politik“ die Finanzen in Ordnung seien, hatten zuvor die anderen Redner bereits hervor gehoben.

Rund 120 Vertreter von Vereinen, Verbänden, Organisationen und Firmen nutzten das seit rund 50 Jahren bestehende Treffen wie vorge- sehen, um nach den Ansprachen mit dem Bürgermeister, den Stadt- und Kreisräten sowie mit dem Bundestagsabgeordneten Klaus Barthel im persönlichen Gespräch anstehende Probleme zu erörtern. Mummert hielt diesmal nur einen kurzen Rückblick auf das abgelaufene Jahr und rechtfertigte dabei den Beschluss des Stadtrates, den Neubau der Musikschule vorerst nicht weiter zu verfolgen. „Auch wenn das für manche eine große Enttäuschung war“, versprach er gleichzeitig, alles zu unternehmen, um Verbesserungen bei den bestehenden Räumlichkeiten der Musikschule zu schaffen. Kritik übte der Rathauschef jedoch an jenen Stadträten, die beim Beschluss, die Stadtwerke in ein privatwirtschaftliches Kommunalunter- nehmen umzuwandeln, der Mehrheit ein „nicht rechtskonformes Verhalten“ vorgeworfen haben. Damit zielte Mummert vor allem auf die Bürger für Penzberg, aber auch auf Parteifreund Wolfgang Sacher. Die Stadtwerke, das jedenfalls versicherte Mummert, würden über den Verwaltungsrat weiterhin von den gewählten Mandatsträgern kontrolliert und geführt. Als Aufgaben für das laufende Jahr erwähnte Mummert unter anderem die Sanierung der Stadthalle, den Bau der Kunstrasenplätze, die Sanierung des Wellenbades und den Hochwasserschutz. Die Bautätigkeit und die Entwicklung im Industrie- und Gewerbepark Nonnenwald bezeichnete der Bürgermeister als ein „positives Zeichen für die Wirtschaftskraft der Stadt“. Neben der Entwicklung von Roche hätten sich die Kofferhersteller-Firma Titan, die Schreinerei Baumgartner und die Gartengerätefirma Dürr niederlassen können. In diesem Jahr wolle die Firma Dobler mit dem Bau eines Gründer- und Entwicklungscenters beginnen. Eine wichtige Aufgabe für die Stadt sei ferner das geplante Klima- und Energiekonzept. Als Baustein hierfür nannte Mummert das ins Auge gefasst Bio-Heizkraftwerk mit angeschlossenem Blockheizkraftwerk im Nonnenwald. Penzberg könne und werde sich als „Vorreiter auf dem Weg zur energieautarken Kommune“ auszeichnen, hatte zuvor schon der Ortsvorsitzende Adrian Leinweber betont. Konkrete Vorschläge wollen die Sozialdemokraten im Frühjahr bei einer Informationsveranstaltung vorbringen. Michael Zöller, der Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion forderte seinerseits, dass man bei wichtigen Themen „mit anderen Interessensgruppen und unabhängig von der Konfession oder dem Parteibuch“ reagieren müsse. Als gutes Beispiel nannte er den Kampf um den Erhalt des Penzberger Krankenhaus und die Aktionen für den Atomausstieg. Etwas über Parteigrenzen hinweg auf die Beine zu stellen, fand auch das Lob des Kreisvorsitzenden Dominic Scales. Einen kurzen Ausflug in die Bundespolitik wagte der Bundestagsabgeordnete Klaus Barthel. Er freute sich, dass es wirtschaftlich in Deutschland wieder etwas aufwärts gehe, kritisierte aber heftig, dass dieser Aufschwung bisher eigentlich nur bei den Boni der Vorstandsbosse, bei den Aktienkursen und bei den Banken angekommen sei, nicht aber auf dem Arbeitsmarkt. Denn dort seien die Arbeitnehmer stärker als je zuvor mit befristeten Beschäftigungsverträgen und Niedriglöhnen konfrontiert.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EDEKA-Markt Iffeldorf in neuen Händen
Penzberg
EDEKA-Markt Iffeldorf in neuen Händen
EDEKA-Markt Iffeldorf in neuen Händen
Neues Familienbad in Penzberg wird teurer - jetzt rund 26 Millionen Euro
Penzberg
Neues Familienbad in Penzberg wird teurer - jetzt rund 26 Millionen Euro
Neues Familienbad in Penzberg wird teurer - jetzt rund 26 Millionen Euro
Penzberg: Größere Mengen Haschisch, Fahrer ohne Führerschein und Trunkenheit am Steuer
Penzberg
Penzberg: Größere Mengen Haschisch, Fahrer ohne Führerschein und Trunkenheit am Steuer
Penzberg: Größere Mengen Haschisch, Fahrer ohne Führerschein und Trunkenheit am Steuer
Birkenstraße-West: Nächster Schritt für größtes Wohnbauprojekt der Stadt
Penzberg
Birkenstraße-West: Nächster Schritt für größtes Wohnbauprojekt der Stadt
Birkenstraße-West: Nächster Schritt für größtes Wohnbauprojekt der Stadt

Kommentare