Fingerspitzen und Seifenblasen

Tollhubfestival: Orga-Team präsentiert wieder ein attraktives Programm

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Haben auch diesmal alles im Griff: die Mitglieder des Orga-Teams mit ihrer Chefin Evi Mummert (4. von links).

Penzberg – Märchen, in welchen sich Kinder, rein thematisch, in brennende Nesseln setzen, eine Kapelle, die musikalisch auf Süßes und Saures verzichtet, und ein Markt, auf dem Plastik einer Rarität gleicht: die Helfer des Tollhubfestivals trafen sich und durchstöberten schon einmal das Programm.

In den Startlöchern stehen die 50 Helfer des Orga-Teams, denn von 31. Mai bis 2. Juni findet auf Gut Hub wieder das Tollhubfestival statt. Bei einem Treffen am Ort des Geschehens hatten sie aber nicht nur das in vier Wochen anstehende Großereignis im Blick, sondern auch ein wenig in Erinnerungen geschwelgt, schließlich feiert die „Aktion KleinKunst“, die das dreitägige Festival einst aus der Taufe hob und seither organisiert, heuer ihr 25-jähriges Bestehen.

Evi Mummert ist nach wie vor der unaufhörlich arbeitende Motor des Orga-Teams. Als sie nun auf die große Runde blickte, die da vor dem Gutshof saß, strahlte sie wie eine stolze Mutter, die wohl geratene Kinder um sich schart. Denn Mummert weiß: Auf diese Truppe ist Verlass, weshalb man die restlichen Tage bis zum Auftakt mit dem traditionellen Kabarettabend auch einigermaßen gelassen entgegensieht. Was allerdings immer wieder aufs Neue überrascht: Mummert & Co. scheinen die Ideen nicht auszugehen, denn auch heuer kann sich das Publikum auf ein facettenreiches und attraktives Programm freuen, das den bisherigen Festivals in nichts nachsteht. 

Der Startschuss fällt am Freitag, 31. Mai, um 20 Uhr, wenn die Kabarettistin Christine Eixenberger ihre „Fingerspitzenlösung“ präsentiert. Nach ihrem Erfolgsprogramm „Lernbelästigung“ hält die junge Schlierseerin nun ihre pädagogische Spürnase in die aufgeschlagenen Knie der Gesellschaft. Dabei präsentiert sie sich als eine Art Pausenaufsicht der Extraklasse, eine „Pädagogin in freier Wildbahn“, wie die Kritik urteilte. Eixenberger sinniert darüber, wie viel Einmischung im Leben gut ist und geht der Frage nach, ab wann man zum „Gscheidhaferl“, zur Besserwisserin, wird. 

Am Samstag, 1. Juni, steht dann ab 13 Uhr der große Alternativmarkt auf dem Programm, dem heuer das Motto „plastikfrei“ verpasst wurde. Aussteller wie das FairTrade-Team, die Regenwald AG der Mittelschule oder die Initiative „Up-Cycling“ passen da hervorragend ins Konzept. Daneben kann Evi Mummert wieder auf einen ganzen Pool an Vereinen zurückgreifen, die sich an diesem Tag mit vielen kreativen Mitmachaktionen präsentieren. Doch auch das Rahmenprogramm kann sich sehen lassen: So präsentiert die Theaterpädagogin Charlotte Isabelle Simmeth das „Märchen von der Brennessel“, eine gespielte Mitmachgeschichte für alle Generationen, inklusive Einführung in die Naturkunde. Beim „Café Unterzucker“ wiederum handelt es sich um kein Kaffeehaus, sondern um eine Kapelle, die ab 15 Uhr unter dem Motto „Bitte Mammi, hol mich ab“ mit ungesüßter Kindermusik und einem Programm für unversäuerten Erwachsenenschmarrn aufwartet. Dazu hat Mummert noch zwei Seifenblasenartisten engagiert, die Kindertanzgruppe „dance4you“ zeigt ab 16.30 Uhr neue Choreographien, und um 17 Uhr startet ein Hoagart im Biergarten, bei dem sich unter dem Motto „A gaach gmischte Kuastoimusik“ ausgefuchste Profis mit mutigen Laien, die sich erstmals vor großem Publikum präsentieren, abwechseln. 

Der Sonntag, 2. Juni, gehört dann ab 10.30 Uhr beim abschließenden Jazzfrühschoppen den „New Or­leans Dixie Stompers“. Die Jazzband um Julius Acher aus Unterhausen feiert ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum und war bereits auf Jazzfestivals in Burghausen, Dresden, Kempten und Regensburg zu hören – und nun eben auch bei Tollhub. arr 


Karten für den Kabarattabend mit Christine Eixenberger sowie das Café Unterzucker gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Rolles (Tel: 08856/4344).

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