Protestpost für die Kanzlerin

Die Kanzlerin als Adressat: Den Penzberger Appell präsentieren vor der Post Markus Kleinen, Klaus Pfaller und Klaus Adler (von links).

In sechs Wochen sammelte das Aktionsbündnis „Penzberger Appell“ 1.343 Unterschriften gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke. Die Initiatoren trafen sich am Montagvormittag vor der Post in Penzberg und schickten die Listen an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Neben Klaus Adler (Grüne) und Markus Kleinen (SPD) formierten sich auch der evangelische Pfarrer Klaus Pfaller und der katholische Pfarrer Josef Kirchensteiner zum Aktionsbündnis. Gemein ist allen, dass sie die von der schwarz-gelben Bundesregierung beschlossene Laufzeitverlängerung mit Sorge erfüllt. „Die Häufigkeit der Störfälle steigt“, so Pfaller. Zudem existierten weder Endlager noch Entsorgungskonzept für Atommüll. SPD-Initiator Markus Kleinen argumentierte, dass „für die Energieversorgung von zwei Generationen un- zählige Nachfolgegenerationen mit ungewisser Lagerung und eventuellen Schäden belastet werden“. Darüber hinaus hätten die Menschen Angst vor den unkalkulierbaren Kosten der Atomtechnologie. Klaus Adler berichtete vom großen Erfolg der Aktion. Rund 80 Prozent der Unterschriften stammen aus Penzberg, aber auch aus Fürstenfeldbruck, Krün, Erbenschwang und Miesbach kamen Reaktionen. In den vier Penzberger Läden war der Andrang teils so groß, „dass die Geschäfte nicht mehr mit dem Kopieren der Listen nachkamen“. Eine Antwort müsse von der Kanzlerin auf jeden Fall kommen, auch wenn es „ein allgemein gehaltenes Schreiben“ sei. Eine Chance, die Laufzeitverlängerung noch zu verhindern, sehen die Initiatoren, wenn das Bundesverfassungsgericht entscheidet, dass der Bundesrat über den Ausstieg mit zu beraten hat.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EDEKA-Markt Iffeldorf in neuen Händen
Penzberg
EDEKA-Markt Iffeldorf in neuen Händen
EDEKA-Markt Iffeldorf in neuen Händen
Neues Familienbad in Penzberg wird teurer - jetzt rund 26 Millionen Euro
Penzberg
Neues Familienbad in Penzberg wird teurer - jetzt rund 26 Millionen Euro
Neues Familienbad in Penzberg wird teurer - jetzt rund 26 Millionen Euro
Penzberg: Größere Mengen Haschisch, Fahrer ohne Führerschein und Trunkenheit am Steuer
Penzberg
Penzberg: Größere Mengen Haschisch, Fahrer ohne Führerschein und Trunkenheit am Steuer
Penzberg: Größere Mengen Haschisch, Fahrer ohne Führerschein und Trunkenheit am Steuer
Birkenstraße-West: Nächster Schritt für größtes Wohnbauprojekt der Stadt
Penzberg
Birkenstraße-West: Nächster Schritt für größtes Wohnbauprojekt der Stadt
Birkenstraße-West: Nächster Schritt für größtes Wohnbauprojekt der Stadt

Kommentare