Beschilderte Radroute durch Steigenberg

Abkürzung durch Steigenberg

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Penzberg - Der kürzeste Weg durch den Stadtteil Steigenberg: das ist das Ziel der Radroute, die nun von Penzbergs Bauamtsleiter Justus Klement und Klimaschutzmanager Patrick Jähnichen vorgestellt wurde. Rund 25 orangenfarbene Schilder weisen den Radfahrern den Weg durch den Penzberger Nordwesten.

„Das ist kein Radweg im Sinne der Straßenverkehrsordnung, sondern eine Radroute, eine Abkürzung, wie man ohne Seeshaupter Straße und Fischhaberstraße in Richtung Innenstadt kommt“, so Jähnichen.

Entstanden ist die Idee vor ziemlich genau einem Jahr, am 21. Mai 2016, als das Ergebnis der Stadtradel-Ak­tion bekannt gegeben wurde. Ziel der ausgeschilderten Radroute ist es, eine schnellere Verbindung vom Kreisverkehr an der Penzberger Möbelzentrale zum Posten 10 am alten Bahngleis in der Nähe des Bolzplatzes zu schaffen. „Für die Schulkinder ist das einfacher als an der Seeshaupter Straße entlang“, erklärt Patrick Jähnichen die Vorzüge der neuen Strecke. Ein kleines Teilstück am Ende der Route, in der Nähe des ESV-Platzes an der Fischhaberstraße, ist noch nicht ausgeschildert. Das müsse man noch als Radweg kennzeichnen, berichtet Klement.

Der rund 1,5 Kilometer lange Weg führt vom Kreisel im Nordwesten Penzbergs über den Schotterweg an der Wankstraße, weiter am Wald­rand über den Katzenbuckel durch Steigenberg. Bei den Kosten für die Beschilderung blieb die Stadt mit rund 800 Euro sogar unter dem ursprünglich kalkulierten Ansatz von 1.250 Euro. Warum es mit der Umsetzung ein Jahr dauerte, begründete Bauamtsleiter Klement mit der oft langwierigen Kommunikation zwischen Behörden. Die Stadt hatte beim Landkreis um eine Beteiligung an den Kosten ersucht, der abschlägige Bescheid trudelte aber erst nach sechs Monaten im Rathaus ein. Der Landkreis zahlt also nichts, „es ist ein städtischer Radweg“, so Klement.

Die neue Radroute ist obendrein ein Ergebnis im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK). Dieses hatte der Stadtrat vor drei Jahren als Leitlinie für die städtebauliche Entwicklung Penzbergs beschlossen. Dabei geht es unter anderem um Grünräume, Flächenentwicklung oder Verkehrsplanung. Bauamtsleiter Klement hält jedoch fest: „Die neue Radroute ist nur ein kleiner Baustein, das revolutioniert nicht unser Radwegekonzept.“

Aber: Das nächste Radwegprojekt ist schon geplant: Es geht um den Weg um den Bahnbogen von der Grube am so genannten Halbmond entlang bis zum Bahnhof. „Dafür ist aber noch kein Geld im Haushalt“, so Klement. Ein Jahr bis zur Umsetzung wird also nicht reichen. akr

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