Gratis nach Oberbuchen

In Bad Heilbrunn gibt es jetzt vier Mitfahrerbänke, von denen vor allem Senioren profitieren sollen

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Nimm mich mit: Hans Keller vom Bauamt, Veronika Bruno, Grundschulrektorin Gabi Bauernfeind und Thomas Gründl (v.l.) mit der Bank vor dem Rathaus.

Bad Heilbrunn – Zu übersehen ist die Bank wirklich nicht: mit farbigen Punkten und Blümchen verziert, über der Lehne ein Schild mit der Aufschrift „Hohenbirken Oberbuchen Obersteinbach“ und darüber ein Fingerzeig. An den Mitfahrer-Haltestellen in Bad Heilbrunn lässt es sich bequem trampen.

Bislang gibt es sie nur vereinzelt – und doch werden es stetig mehr: Mitfahrerbänke. Vor allem ältere Menschen sollen sie den Weg zum Supermarkt, zum Arzt oder zur Kirche erleichtern. Als die Idee Ende 2017 dem Bad Heilbrunner Gemeinderat präsentiert wurde, kam sie sofort gut an. Jetzt wurden vier Bänke der Öffentlichkeit vorgestellt, eine vor dem Rathaus sowie drei weitere in Hohenbirken, Obersteinbach und Oberbuchen. 

Im Gegensatz zum klassischen Tramper am Straßenrand hat der, der auf einer Mitfahrerbank sitzt, etwas Offizielles, Seriöses. Und wer dann noch auf einem hübschen Bänkchen wie jenem vor dem Heilbrunner Rathaus wartet, der ist meist schneller als gedacht am Ziel. In Irschenberg im Landkreis Miesbach, so hat Bürgermeister Thomas Gründl in Erfahrung gebracht, beträgt die Wartezeit im Durchschnitt nur fünf Minuten. 

Gründl hat sich übrigens für die Bank vor dem Rathaus auf Anregung von Veronika Bruno viele Buben und Mädchen der Grundschule als Helfer ins Boot geholt. Als Vorbild für die Gestaltung diente die Malerin Gabriele Münter. „Ihre naive Malerei gehört zu einer Kunstrichtung, mit der insbesondere Kinder etwas anfangen können“, so Bruno. Gründl gefällt die Bank jedenfalls so gut, dass er sich vorstellen könne, die Grundschule in die Verschönerung der Unterführung unter der B 472 ebenfalls einzubeziehen. 

Neben der Bank vor dem Rathaus stehen drei weitere in Hohenbirken, Obersteinbach und Oberbuchen. Inklusive der Richtungsweiser kosteten alle vier 3.300 Euro. Man wolle damit aber keine Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr darstellen, erklärte Gründl. „Deshalb wollen wir nur Strecken anbieten, die nicht oder nicht häufig bedient werden“, sagte der Rathauschef. sg

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