Freude über Zuschüsse

850.000 Euro teure Sanierung der Grundschule Schlehdorf wird zu 70 Prozent gefördert

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Wird heuer, nach 55 Jahren, umfassend saniert: die Grundschule in Schlehdorf.

Schlehdorf – Fenster sollen erneuert und Sanitäranlagen instand gesetzt werden. Daneben soll es einen barrierefreien Zugang und einen verbesserten Brandschutz geben. Die Sanierung der Grundschule Schlehdorf soll rund 850.000 Euro kosten, doch neue Kredite muss die Gemeinde dafür nicht aufnehmen.

Zum 55. Geburtstag erhält die Schlehdorfer Grundschule ein besonderes Geschenk, nämlich eine Sanierung für rund 846.000 Euro. Das Gebäude aus dem Jahr 1964 weist laut Bürgermeister Stefan Jocher entsprechende Abnutzungserscheinungen auf, für welche die in den vergangenen „Jahren und Jahrzehnten“ immer wieder durchgeführten „kleineren und größeren Sanierungsmaßnahmen“ langfristig nicht ausreichen. 

„Überraschenderweise war unsere Bewerbung für entsprechende Fördermittel erfolgreich“, verkündete Jocher im Rahmen der Bürgerversammlung wohl im Hinblick darauf, dass das Investitionsprogramm vom Bund eigentlich für „finanzschwache Kommunen“ aufgelegt worden war. Die Regierung von Oberbayern bewilligte dem Klosterdorf jedenfalls Fördermittel in Höhe von 597.000 Euro, so dass die Gemeinde zur Sanierung der Grundschule keine neuen Kredite aufnehmen muss. 

Die Sanierung umfasst neben der Erneuerung der nordseitigen Fenster und der Sanitäranlagen auch einen barrierefreien Zugang, verbesserten Brandschutz sowie eine Wärmedämmung der Außenfassade. Mit der Planung der Maßnahmen, welche in den Sommerferien beginnen sollen, wurde das Murnauer Architekturbüro Kottermair und Rebholz beauftragt. 

Jocher kündigte ferner an, dass zudem die Errichtung einer Heizzentrale mit regenerativen Energieträgern in Form von Holzpellets vorgesehen sei, an die alle gemeindlichen Gebäude über ein Nahwärmenetz angeschlossen werden sollen. Hierfür fallen Kosten von rund 300.000 Euro an, für die möglicherweise ebenfalls Fördermittel in Frage kommen. 

Die Sanierung der Schule kommt zur rechten Zeit, denn die Schülerzahlen werden aufgrund der geburtenstarken Jahrgänge wieder ansteigen, so dass der Bürgermeister bereits im September mit zwei 1. Klassen rechnet. „Im Schuljahr 2023/24 werden von den vier Jahrgangsstufen voraussichtlich drei Klassen zweizügig sein“, prophezeit der Rathauschef. Die Grundschule wird im Verbund mit der Nachbargemeinde Großweil geführt, wobei in Schlehdorf die 1. und 2. Klassen unterrichtet werden, in Großweil die 3. und 4. Klassen. Die Anzahl der Klassenräume in beiden Schulgebäuden ist laut Jocher auch bei durchgängiger Zweizügigkeit ausreichend. cw

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