Rewe-Markt nimmt eine weitere Hürde

Für den größten Teil des Fußballplatzes sowie die daneben liegenden Parkplätze wird nun ein Bebauungsplan aufgestellt, davon ausgenommen ist aber der Hartplatz hinter dem Vereinsheim.

Der Bau eines Rewe-Supermarktes auf dem Gelände des FC Penzberg hat eine weitere wichtige Hürde genommen: Der Stadtrat beschloss am Dienstag, aus dem gesamten FC-Areal an der Bichler Straße eine Teilfläche herauszulösen und dafür einen Bebauungsplan zur Ausweisung eines Sondergebietes für großflächigen Einzelhandel aufzustellen. Nur Kerstin Engel (Grüne) wollte diesem Procedere nicht zustimmen, weil ihrer Ansicht nach zu viele Punkte ungeklärt seien, was mit den Fußballern geschieht, wenn Rewe schon bauen sollte, die Kunstrasenplätze im Müllerholz aber noch nicht fertig gestellt sind.

Zuvor hatte Stadtbaumeister Justus Klement aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht und noch einmal darauf hingewiesen, dass er den Bau eines Supermarktes an der Bichler Straße aus städteplanerischen Gründen als „nicht vorteilhaft“ erachte, was seine wirkliche Haltung sehr vornehm umschrieb. Weil aber der Stadtrat im vergangenen Juni diese Bedenken mehrheitlich nicht teilen wollte und sich für den Rewe-Markt aussprach, blieb Klement jetzt keine andere Wahl als dem Wunsch von Stephan Jocher zu entsprechen. Der tritt für das FC-Gelände als Investor auf und war mit der Idee einer Auskoppelung eines Teilbebauungsplanes im Rathaus vorstellig geworden. Diese Teilfläche umfasst etwas mehr als die Hälfte des Fußballplatzes sowie die gesamten Parkplätze an der Straße des 28. April 1945. Von der Überplanung nicht betroffen ist die andere Hälfte mitsamt dem Vereinsheim und dem dahinter liegenden Hartplatz, der sich wiederum in Besitz der Stadt befindet. „Die Entwicklung in diesem Bereich wird eine langwierigere Angelegenheit“, prognostizierte Klement. Genau das aber glaubt Kerstin Engel nicht. Sie hatte gegen die Aufstellung des Teilbebauungsplanes nichts einzuwenden, sieht die Stadt aber schon bald im Zugzwang, an dieser Stelle die Initiative zu ergreifen. „Für den Bau der Kunstrasenplätze müssen wir den Hartplatz verkaufen, um das Geld dafür zu haben“, mahnte sie. Bürgermeister Hans Mummert will sich davon aber nicht unter Zeitdruck setzen lassen: „Für die Kunstrasenplätze müssen wir das Geld sicher vorstrecken, weil wir auch bei der raschen Veräußerung des Hartplatzes mit dem Erlös nicht die gesamten Kosten abdecken werden können“, so der Rathauschef. Engel kritisierte aber auch den nun vom Stadtrat abgesegneten Zeitplan: „Es macht doch keinen Sinn, an der Bichler Straße eine Bebauung zu ermöglichen, ehe die Kunstrasenplätze fertig sind“, sagte sie. Dabei hat sie vor allem folgendes Szenario im Blick: Auf dem FC-Platz rollen die Bagger an, während im Müllerholz die Bagger noch nicht abgerückt sind. Mit anderen Worten: „Wo sollen die ganzen Fußballer dann hin?“, fragte Engel. Der Bürgermeister will für diesen Fall aber nicht in Hektik verfallen: „Da werden wir schon eine Lösung finden“, mahnte er zu Gelassenheit. Für das Training, so Hans Mummert stehe dem FC dann ja immer noch der Hartplatz zur Verfügung, und die Spiele könnten im Nonnenwaldstadion ausgetragen werden. Dies allerdings könnte nicht ganz so einfach sein und der Stadt möglicherweise zusätzliches Geld kosten. Denn das Nonnenwaldstadion ist nicht zuletzt ein Schulsportplatz für Realschule und Gymnasium, weshalb der Landkreis sich am Unterhalt finanziell beteiligt. Würden nun die Fußballer durch die intensive Nutzung das Gelände umpflügen, sähe sich die Stadt sicher mit Forderungen des Landkreises konfrontiert, die Rasenfläche umgehend und auf eigene Kosten zu sanieren. Um derlei Probleme zu vermeiden, ist es umso wichtiger, dass noch heuer mit dem Bau der Kunstrasenplätze begonnen wird.

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