Richtig viel Wasser

Freuen sich über das 323.000 Euro teure Fahrzeug: die Mitglieder der Feuerwehr mit Vizekommandant Georg Wagner, Kommandant Christian Abt und Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta (vorne von links).

„TLF 20/40 SL“ heißt es in der Fachsprache, das neue Tanklöschfahrzeug der Penzberger Feuerwehr. Vor der jüngsten Stadtratssitzung besichtigten die Stadträte das 18 Tonnen schwere Gefährt mit Allradantrieb im Feuerwehrgerätehaus. Offiziell eingeweiht wird das Fahrzeug allerdings erst am 13. März.

„Das wichtigste bei diesem Fahrzeug ist das Wasser”, betonte Georg Wagner, der zweite Kommandant der Penzberger Wehr. Denn das TLF weist eine Besonderheit gegenüber vergleichbaren Ty- pen aus: Es kann 5.800 Liter Wasser aufnehmen, das sind rund 35 Prozent mehr als normal üblich. „Ei- ne bedeutsame Sache“, hob auch Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta hervor. Erstens weil die Feuerwehrkräfte mit mehr Löschwasser am Einsatzort arbeiten können. Zum anderen sei der Preis aber auch nicht höher als bei vergleichbaren Fahrzeugen: 323.000 Euro kostet das „TLF 20/40 SL“. Zwar „viel Geld“, wie Sobotta meinte, aber es gehe schließlich um die Nachhaltigkeit. „Das Fahrzeug soll ja auch 25 bis 30 Jahre laufen.“ Sobotta hatte die Beschaffung des Gefährts als eine seiner letzten Amtshandlungen als Kommandant in die Wege geleitet, ehe er Kreisbrandrat wurde. Ausgerüstet ist das Feuerwehrauto zudem mit einer Vielzahl von Sonderlöschmitteln wie Pulver, Schaum oder CO2. Auch Fettbrände können bekämpft werden. Die Pumpe an Bord vermag 3.000 Liter Wasser pro Minute zu verteilen. Weiteres wichtiges Rüstzeug sind ein Notstromaggregat, die Umfeldbeleuchtung, Motorsäge, Hitzeschutzanzüge und ein Hygienemodul, wobei hier „der Schminkspiegel für die Dame fehlt“, wie Georg Wagner mit einem Grinsen feststellte. Als Personenbeförderer taugt der 18-Tonner indes nicht. Neben dem Fahrer haben im Führerhaus nur zwei weitere Einsatzkräfte Platz. Eine besondere Einrichtung: Die Beifahrer können sich während der Fahrt Atemschutzgeräte überziehen. Den Dank richteten die Feuerwehrleute an Bürgermeister Hans Mummert und den Stadtrat, die das Projekt bewilligten. Zum Gesamtpreis von 323.000 Euro gibt es 90.000 Euro Zuschuss von der Regierung von Oberbayern, den Rest übernimmt die Stadt. Mummert gab den Dank an die ehrenamtlichen Mitglieder der Feuerwehr zurück. Es sei wichtig, „dass die Feuerwehr im Einsatz gutes Material und gute Geräte hat“. Für Kommandant Christian Abt ist die Beschaffung des Fahrzeugs übrigens „kein Luxus” - das Vorgängerfahrzeug stamme nämlich aus dem Jahr 1982 und habe nun wahrlich ausgedient, wie er betonte.

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