„HAWA - Schwoamas no“

Riesengaudi beim Habacher Faschingszug

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Alle fünf Jahre stellen die Habacher ihren Faschingszug auf die Beine, heuer war es wieder soweit. Am Faschingsdienstag um 14:14 Uhr startete der Zug, an dem Gruppen aus Habach und den zur Verwaltungsgemeinschaft gehörenden Dörfern Antdorf, Sindelsdorf und Söchering teilnahmen. 

Etwa 30 einfallsreich kostümierte Fußgruppen und aufwändig gebaute Motivwagen zogen bei trockenem aber recht windigem Wetter durchs Dorf. Mehrere Tausend Besucher erfreuten sich an den überwiegend lokalen Themen, die Tobias Wagner vom Vorstand der Habacher Musikkapelle aus dem Fenster des Bistro Trödler heraus anmoderierte. Dabei zogen sich nach guter Tradition die Dörfer gegenseitig durch den Kakao, wobei Habach als Ausrichter den größten Teil der Schmäh abkriegte. 

Die Eglfinger Musikanten erwiesen sich dabei als wahre Freunde, denn weil Habach heuer keine Große Garde zustande brachte, schwang die Musikkapelle als männliche Garde das Tanzbein, und zwar äußerst professionell inklusive Abschlusspyramide. Mit den Long Dong Dancers hatten sie sogar angesagte Gangsta-Rapper im Gepäck. Auch die Antdorfer rückten mit einer gemischt besetzten Vertretungsgarde an. Sindelsdorf wiederum knöpfte sich den Geiz der Habacher vor, die neuerdings Zimmerergesellen auf der Walz kein Handgeld mehr auszahlen. Ihren Geiz können die Habacher aber ganz leicht beichten, schließlich stehen in der Kirche neuerdings vier zusätzliche Beichtstühle bereit. 

Habacher Faschingszug: Impressionen

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Antdorf bekam dafür von den Habachern sein Fett weg. Diese hatten kurzerhand den Fairnesstabellenletzten ASV in ABC, „Antdorfer Boxclub“, umbenannt. Weil es beim Fußball so viele rote Karten für die Antdorfer gab, können diese nun beim Boxkampf ihre Aggressionen abbauen. Glaubt man den Habachern, so können die Dürnhauser ihre eigene Orts-Chronik nicht lesen und brauchen einen Rechenschieber, um die Dorfgründung auszurechnen. Die Dürnhauser gaben prompt Kontra, saßen sie doch schon auf der Burg als die Habacher noch mit Bananen im Wald hockten, wie auf dem Wagen zu lesen war. Am Dürnhauser Spatenstich gab es hingegen nichts zu rütteln, der wurde sogar live vollzogen, weshalb die Zuschauer vor Schippen voller Sand-Kies-Gemisch in Deckung gehen mussten. 

Auch der Klima- und Umweltschutz wurde mehrfach thematisiert, ob durch nachhaltige Kreuzfahrtreisen, ein Windkraft-Taxi oder durch von Radfahrern angetriebene Generatoren. Sogar der Habacher Christbaum leuchtete mit Ökostrom, wofür ein Engel kräftig in die Pedale trat und auch einzelne Zuschauer ins Schwitzen brachte. Der Hochwasserschutz im Heubachtal mit geschätzten 5,2 Millionen Euro, die abgebauten Weiherstege und der mit großem Gefolge und Personenschutz durchs Oberland radelnde „Thai-Kini“ sorgten ebenfalls für viel Vergnügen unter den zahlreichen kostümierten Zaungästen. Nach zweieinhalb Stunden endete der actionreiche Faschingszug mit einem dreifachen „HAWA - Schwoamas no“. Und während in den zwei Festzelten närrisch weitergefeiert wurde, machte sich schon die Kehrmaschine an die Straßenreinigung, was bei den Unmengen an Kies, Konfetti, Goldlametta, Klopapier, Flyern und geleerten Flaschen eine nicht weniger närrische Aufgabe war.

Der Habacher Faschingszug wird Ihnen präsentiert von:

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