Ein riesiges Erlebnis

Ein Penzberger bei der Ski-WM als Volunteer im Einsatz: Gerhard Wallner im offiziellen Outfit.

Am Montag beginnt in Garmisch-Partenkirchen die Ski-WM. Damit eine solche Mammutveranstaltung ohne Zwischenfälle über die Bühne gehen kann, brauchen die Ausrichter freiwillige Helfer, die als Dolmetscher, Zuschauerbetreuer oder Sicherheitskräfte rund um die Uhr verfügbar sind. Unter den etwa 1.250 so genannten Volunteers befindet sich in den nächsten zwei Wochen auch gut ein Dutzend Penzberger.

Ein alter Hase in Sachen Volunteers ist Gerhard Wallner. Er bietet gerne seine Arbeitskraft an und genießt es „unter freundlichen Leuten“ zu sein. Der 63-Jährige war schon Helfer unter anderem bei den Olympischen Spielen 1972 als Bote im Ergebnisdienst, bei der Leichathletik-WM 2003 und bei der Fußball-WM 2006, jeweils in München. Sein übernächster Volunteer-Einsatz steht auch bereits fest: Der Penzberger bietet im Juli seine Hilfe in Augsburg bei der Fußball-WM der Frauen an. Wallners Einsatzbereich in Garmisch ist Besucherservice. „Das fängt da an, wo der Zuschauer aus dem Zug, dem Auto oder dem Hubschrauber steigt“, erklärt er. Wo genau er seinen Dienst verrichtet, weiß Wallner noch nicht. „Das kann am Bahnhof, auf den Parkplätzen oder im Stadion bei den Tribünen oder im Zielbereich sein.“ Alle Volunteers dürfen öffentliche Verkehrsmittel kostenlos nutzen und bekommen neben der Verpflegung an den Einsatztagen auch eine einheitliche Kleidung. „Das ist hochwertiges Skigewand“, weiß Josef Siegert. Die Helfer sind mit Skihose, Softshell-Jacke, Skijacke, Mütze und Kappe ausgerüstet. Der 42-Jährige ist bei der Stadt Penzberg angestellt und Trainer des FC Penzberg. Die Ski-WM ist sein erster Einsatz als Volunteer. Ex-Skirennläufer Stefan Stankalla hat Siegert bei einem zufälligen Gespräch dafür begeistert. Für die Zeit als Helfer musste der Penzberger Urlaub nehmen. Sein Einsatzgebiet ist bei allen Herrenrennen die Strecke - als Präparierer und Torrichter. „Jeder Streckenposten hat ein Tor, und nach jedem Läufer muss Abrieb und Schneestaub weg gekehrt werden“, beschreibt er seine Aufgabe. Dazu ist Siegert mit Besen, Schaufel und Eiskratzer ausgerüstet. Darüber hinaus müssen die freiwilligen Helfer auch nachts stets auf Abruf bereit sein, etwa wenn ein Wetterumschwung kommt und Schneeräumer gebraucht werden. „Das ist Riesenerlebnis, da bin ich mit Begeisterung dabei“, sagt Wolfgang Rader über seinen bevorstehenden Einsatz als Volunteer. Er schätzt die „gute Stimmung“ unter den Helfern und weiß, wovon er spricht: Schon bei den Olympischen Spielen 2004 war der 43-jährige Beamte in Athen im Einsatz. Rader - er ist Abteilungsleiter der Volleyballer des TSV Penzberg - ist schon seit Freitag vor Ort in Garmisch-Partenkirchen. Sein Einsatzbereich in den kommenden zwei Wochen ist das Personalbüro in der Verwaltung der Volunteers.

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