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Roche-Erweiterung: Sorgen auch in Iffeldorf wegen Verkehr und Wohnungsmarkt

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Von: Andreas Baar

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Erstmals seit den Pandemie-Einschränkungen tagte der im März 2020 neu gewählte Iffeldorfer Gemeinderat nun im angestammten Bürgersaal des Rathauses. © Andreas Baar

Iffeldorf - Die Gemeinde Iffeldorf möchte bei der Roche-Erweiterung in Penzberg mitreden. Zumindest, was Verkehr und Wohnungsmarkt betrifft.

In Penzberg ist der neue Bebauungsplan für die Roche-Erweiterung im Nonnenwald nicht unumstritten. Auch bei einigen Nachbarkommunen haben sich ob des dortigen Standortwachstums einige Sorgenfalten gebildet. So auch in Iffeldorf. Dies wurde im jüngsten Gemeinderat nochmals bekräftigt.

Nicht quer stehen

Zum weitem Mal lag das Vorhaben der Nachbarn in Penzberg für den erweiterten Bebauungsplan „Biotechnologiezentrum Nonnenwald Nord“ im Iffeldorfer Gemeinderat auf dem Tisch. Die Osterseeengemeinde wurde, wie auch andere Anrainer, im Zuge des Genehmigungsverfahrens um eine Stellungnahme gebeten. Fazit: In Iffeldorf stellt man sich zwar nicht quer, möchte aber mit seinen Bedenken und Anregungen gehört werden. Ähnlich hatte es Bürgermeister Hans Lang (SPD) bereits im Mai nach der ersten Beratung in einem Schreiben an die Stadt Penzberg geäußert.

Bürgermeister will an den Tisch

„Wir partizipieren vom Wachstum“, räumte Lang in der jüngsten Sitzung mit Blick auf Roche und dessen regionale Strahlkraft ein. Allerdings: „Wir haben aber auch den ein oder anderen negativen Aspekt gefunden“, mahnte Iffeldorfs Rathauschef. Lang erwähnte die befürchtete Zunahme der Verkehrsbelastung durch mehr Konzernmitarbeiter im Nonnenwald genauso auf wie eine „Erhöhung de Siedlungsdrucks“. Es sei „nicht die Absicht“, die Werkserweiterung zu verhindern, machte der Bürgermeister deutlich, aber man wolle einbezogen werden. „Das Thema ist doch relativ groß. Wir täten gern mit am Tisch sitzen.“

Jetzt wird telefoniert

Damit stieß Lang im Gremium auf Zustimmung. Ein Ausbau des Werkgeländes „hat auf uns eine gewaltigen Einfluss“, mahnte Ria Markowski (PWG) denn auch im Hinblick auf die Infrastruktur. Deshalb wäre es „wirklich angebracht“, dass man sich zusammensetzt, bekräftigte Markwoski. Isolde Künstler (SPD) will den Fokus nicht nur auf den eigenen Kirchturm legen und regte einen „Kontakt der Bürgermeister“ der betroffenen Nachbarn an. Tenor in der Runde: Ein gemeinsames Schreiben der Kommunen an die Penzberger Zuständigen im Rathaus wäre gut, hätte mehr Gewicht als eine einzelne Stellungnahme. Der Bürgermeister kündigte denn auch an, dahingehend aktiv zu werden: Lang will jetzt seine Amtskollegen „abtelefonieren“. Ein extra Beschluss wurde nicht gefasst.

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