Personalisierte Medizin

Roche in Penzberg: Podiumsdiskussion zu digitalen Patientendaten

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Mit möglichst vielen Patientendaten will auch Roche eine noch effektivere Pharmaforschung betreiben.
  • Andreas Baar
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Penzberg – Das Healthcare-Unternehmen Roche organisiert eine virtuelle Podiumsdiskussion, die am 27. April stattfindet. Diese ist kostenlos auf Youtube zu sehen.

Das Healthcare-Unternehmen Roche setzt für die Zukunft auf digitalisierte Medizin und Gesundheitsanwendungen mit realen Patientendaten. Doch welchen Stellenwert haben „Real World Data“ für Forschung, Patienten, Ärzte sowie die Gesellschaft? Damit beschäftigt sich eine virtuelle Podiumsdiskussion, die Roche am 27. April organisiert. An der kostenlosen Veranstaltung können alle Interessierten, auch medizinische Laien, teilnehmen.

Auf dem virtuellen Podium diskutieren Experten des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCZ) und des Fraunhofer Institute for Digital Medicine (MEVIS) in Bremen. Außerdem beteiligen sich eine Bioinformatikerin im Penzberger Roche-Werk sowie eine Krebspatientin an der Gesprächsrunde „Digitalisierung in der Medizin – Was die Daten uns verraten“.

Das Unternehmen verfolgt mit der Veranstaltung, die von Penzberg aus gesteuert wird und in dieser Art eine Premiere ist, gleich mehrere Ziele. Aspekte wie Datenschutz und -hoheit, aber auch die künftige Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient sollen thematisiert werden, wie der Penzberger Kommunikationschef Johannes Ritter bei einem Pressegespräch erläuterte. „Wir brauchen auch echte Gesundheitsdaten“, spielte er auf den Bedarf an. Es gehe deshalb auch darum, Vorurteile abzubauen. „Der Patient steht im Fokus.“ Das Ziel ist ehrgeizig: Ritter sprach von der Entwicklung einer „neuen Medizin“.

Breite Öffentlichkeit erreichen

Bei Roche setzt man bewusst auf das digitale Format der Veranstaltung. Schließlich soll damit über die großen deutschen Standorte in Penzberg und Mannheim hinweg eine breite Öffentlichkeit für das Thema erreicht werden. Auch die eigenen Mitarbeiter hat der Konzern im Blick. „Wir müssen auch hier Aufklärungsarbeit betreiben“, erklärte Ritter.

„Die Zukunft der Medizin ist persönlich. Individualisierte Medizin funktioniert aber nur auf Basis großer Datenmengen, und zwar Gesundheitsdaten aus dem realen Versorgungsgeschehen“, betonte Anna Bauer-Mehren, Leiterin der Abteilung Data Science bei Roche in Penzberg. „Ich würde mir mehr Schnelligkeit wünschen“, sagte die Roche-

Politische Rahmenbedingungen müssen stimmen

Mitarbeiterin über die Anpassung der derzeitigen Möglichkeiten in Deutschland. Die Forscherin machte allerdings auch klar, dass es Grenzen gibt: „In Deutschland gehören die Patientendaten dem Patienten selbst. Für eine Nutzung müssten erst noch die notwendigen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden.“

Die Podiumsdiskussion findet am Dienstag (27. April) von 16.30 bis gegen 18 Uhr virtuell statt. Eingeladen sind alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Das Event wird live auf dem Roche YouTube-Kanal übertragen. Unter folgendem Link gelangt man zu der Veranstaltung. Fragen an die Teilnehmer können vor oder während der Veranstaltung unter dem Link mit dem Event Code: RT2021 eingereicht werden.

Anna Bauer-Mehren (Roche Penzberg).
Prof. Dr. Eva Winkler (NCT).
Prof. Dr. Horst K. Hahn (MEVIS).
Eva Schumacher-Wulf (Brustkrebspatientin und Chefredakteurin „MammaMia - Die Krebsmagazine”).
Prof. Dr. Andreas Schneeweiss. (NCT und Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg)

Die Teilnehmer sind: Prof. Dr. Eva Winkler (NCT), Eva Schumacher-Wulf (Brustkrebspatientin und Chefredakteurin „MammaMia - Die Krebsmagazine”), Dr. Anna Bauer-Mehren (Roche Penzberg), Prof. Dr. Andreas Schneeweiss (NCT und Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg) sowie Prof. Dr. Horst K. Hahn (MEVIS).

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