Kindergartenplätze in Penzberg

Vorschläge der Konkurrenz eingearbeitet

Penzberg - In die Frage um die Schaffung neuer Kindergartenplätze kommt nun Bewegung. CSU und BfP reichen in der Stadtratssitzung am 28. Januar neue Anträge ein.

Bei einem Treffen der Fraktionsspitzen im Rathaus wurde von SPD, Grünen und BfP offenbar Bereitschaft signalisiert, am kommenden Dienstag im Stadtrat einen Beschluss herbeizuführen, der nicht nur den Planungsauftrag für die Pfarrei Christkönig umfasst. Wie CSU-Fraktionssprecher André Anderl erklärt, „haben wir in unseren Antrag einige Änderungsvorschläge der anderen Parteien eingearbeitet“. Am 28. Januar wird sich der Stadtrat dann aber auch mit einem Antrag der BfP beschäftigen, die möchte, dass mindestens zwei Kindergartengruppen der Arche Noah zugesprochen werden. Nachdem der CSU-Vorstoß im Dezember vom Stadtrat mehrheitlich abgelehnt worden war, scheint sich nach dem Elternprotest nun ein Umdenken breit gemacht zu haben. So hat Bürgermeister Hans Mummert bereits kurz nach dem Jahreswechsel erklärt, dass die Pfarrei Christkönig im Januar vom Stadtrat wohl den Planungsauftrag erhalten werde. Und jetzt hat die CSU ihren Antrag bezüglich eines neuen Kindergartenstandorts sowie der Erweiterung der Spatzennest-Krippe so verändert, dass man dies durchaus als Brückenbau verstehen kann. „Wir beharren nicht auf unserem ursprünglichen Antrag. Für uns ist entscheidend, dass für die Kinder in Penzberg die Betreuung verbessert wird“, betont André Anderl. Bezogen auf die Arche Noah bedeutet dies, dass der Stadtrat bis zum Frühjahr einen Standort bestimmt, wo ein dreigruppiger Kindergarten untergebracht werden könnte. In diese Überprüfung sollen sowohl städtische Grundstücke wie auch das einstige Pharmarent-Gebäude an der Bichler Straße sowie die ehemalige Montessori-Schule einfließen. Ferner soll der Stadtrat seine grundsätzliche Bereitschaft erklären, das Adventswohlfahrtswerk und somit die Dachorganisation der Arche Noah mit der Trägerschaft zu betrauen. Und beim Spatzennest soll überprüft werden, wie am jetzigen Standort zwei bis drei neue Krippengruppen untergebracht werden können. Die BfP wiederum wollen, dass der Stadtrat der Arche Noah „mindestens zwei weitere Gruppen des derzeit bestehenden Betreuungsbedarfs“ zuspricht. Wolfgang Sacher bezieht sich dabei auf die Zahlen der Stadtverwaltung, die von einem gegenwärtigen Bedarf von sieben bis acht weiteren Gruppen ausgehen. Da im neuen Kindergarten der Pfarrei Christkönig mittlerweile nach Ansicht aller politischen Kräfte vier neue Gruppen entstehen sollen, wollen die BfP nun eine verbindliche Zusage für die Arche Noah erreichen. la (mehr dazu in der Printausgabe am Mittwoch)

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