Beschluss im Gemeinderat

Schlehdorf: Trinkwasser wird teurer - und nicht nur das

Ein Gulli für Anwasser auf der Straße in Schlehdorf.
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In Schlehdorf steigen auch die Abwassergebühren.

Schlehdorf – Die Bürger in Schlehdorf müssen ab 2021 tiefer in die Tasche greifen. Der Gemeinderat beschloss, an mehreren Stellschrauben zu drehen. Teurer wird neben Wasser und Abwasser auch der Fremdenverkehrsbeitrag sowie die Grundsteuer.

Kommunale Einrichtungen wie die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sollen eigentlich kostendeckend wirtschaften. Bei den Wassergebühren ist das nach der Erhöhung von 60 auf 80 Cent pro Kubikmeter nun der Fall. Beim Abwasser sieht es anders aus. Um hier eine Kostendeckung zu erreichen, müssten die Bürger 1,20 Euro pro Kubikmeter berappen. „Das wurde von Seiten der Verwaltung auch vorgeschlagen, die Gemeinderäte wollten eine solch deutliche Erhöhung jedoch nicht“, schildert Schlehdorfs Bürgermeister Stefan Jocher (Wählergruppe Loisach). Einig wurde sich das Gremium auf eine Erhöhung von 70 Cent auf 1 Euro.

Landratsamt hatte gemahnt

Angehoben wurde ebenfalls der Hebesatz für die Grundsteuer A und B, und zwar auf einheitlich 320 Prozent. Bislang lag der Hebesatz für landwirtschaftliche Grundstücke (A) bei 300, für bebaute und unbebaute Grundstücke (B) bei 270 Prozent. „Das haben wir nicht ganz freiwillig gemacht“, räumt Rathauschef Jocher ein. Vielmehr habe das Landratsamt deutlich gemacht, dass der Gemeinde notwendige Kreditaufnahmen nicht genehmigt werden könnten, wenn sie die Hebesätze weiterhin auf dem geringen Niveau belässt und somit auf höhere Einnahmen verzichtet.

30 Cent pro Gast und Nacht

Eine moderate Erhöhung gab es schließlich in der Touristik: Die Fremdenverkehrsabgabe der Privatvermieter wurde von 25 auf 30 Cent pro Gast und Nacht erhöht. Die Gemeinde hatte den Beitrag zuletzt vor neun Jahren erhöht. „Die Übernachtungspreise dürften in dieser Zeit gestiegen sein“, nimmt Jocher an, so dass „das Fünferl“ den Vermietern nicht weh tun dürfte. Für gewerbliche Beherbergungsbetriebe wurde die Fremdenverkehrsabgabe von vier auf sechs Prozent der durch Tourismus generierten Einnahmen erhöht. Mit den Einnahmen aus dem Fremdenverkehr finanziert die Gemeinde nicht nur die Beschäftigte in der Tourismusabteilung, sondern sorgt beispielsweise auch für den Unterhalt der Wege und Beschilderung. Christine Weikert

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