Die Reverenz erweisen

Beim Mammut an der Seeshaupter Straße entsteht ein Platz der Städtepartnerschaften

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Die Wegweiser zu den Partnerstädten sind schon da, jetzt aber will die Stadt diesen Flecken zu einem schmucken Platz umgestalten.

Penzberg – Penzberg erhält einen Platz der Städtepartnerschaften. Der Bauausschuss verständigte sich darauf, einen Streifen am Eck Am Schlossbichl/Seeshaupter Straße, dort, wo derzeit das Mammut steht, für gut 55.000 Euro umzubauen.

Noch sieht es dort ziemlich trist aus, aber das soll sich bald ändern. Wo einst die Schienen zum alten Güterbahnhof verliefen und noch der Schotter an das längst zurückgebaute Gleisbett erinnert, könnte schon bald ein Platz zum Verweilen entstehen – so zumindest die Vorstellung im Rathaus. Jedenfalls soll es ein Platz werden, mit dem Penzberg seinen drei Partnerstädten Langon, Ahlen und BerlinTempelhof-Schönberg die Reverenz erweist. Dazu kommen noch Städtefreundschaften mit dem italienischen Capannori (aufgrund einer einst engen Musikschulkooperation) sowie mit Lugau im Erzgebirge. Heute schon geben Wegweiser neben dem Mammut die Richtung und die Entfernung zu all diesen fernen Ort an. 

Die Idee, diesen Bereich umzugestalten und zu begrünen, geht auf das Jahr 2013 zurück. Damals hatte sich die Stadt um die Austragung der Kleinen Landesgartenschau beworben, jedoch gegen Lindau verloren. Allerdings, so erklärte Stadtbaumeister Justus Klement nun vor dem Bauausschuss, „sind wir einigen Jury-Mitgliedern gut in Erinnerung geblieben“. Denn: Es gebe Förderzusagen aus dem Programm „Zukunft Stadtgrün“. Und diese Mittel sollen nun im Jubiläumsjahr abgegriffen werden, um das Areal zu begrünen und einen kleinen Weg anzulegen. „Dafür könnten wir Restbestände der Pflastersteine der Innenstadtsanierung nutzen“, schlug Klement vor. Allerdings kostet der Zuschnitt dieser zwölf Zentimeter starken Granitplatten rund 12.173 Euro. Der Vorteil aber: „Dadurch ist der Weg auch barrierefrei für Rollatoren und dergleichen nutzbar“, so Klement. Mit dem Mammut, Palisaden, Pollerleuchten, einer Bank und Bäumen, die von Vertretern der Partnerstädte gepflanzt werden sollen, will man dem Platz zu Aufenthaltsqualität verhelfen. 

Vize-Bürgermeister Johannes Bauer war davon ganz angetan: „Der Platz erhält endlich ein Gesicht und die Städtepartnerschaften werden versinnbildlicht.“ Wolfgang Schweiger (Grüne) sprach sich dafür aus, den Weg unbedingt barrierefrei zu gestalten, „wir müssen da auf Menschen mit Einschränkungen achten“. Und Armin Jabs (BfP) meinte: „Auch wenn die Regierung von Oberbayern für den Weg lieber Trittsteine als die Granitplatten will, eine Förderung kann es sicher nur bei Barrierefreiheit geben.“ Was Bauer nochmals unterstrich, er rechtfertigte auch die hohen Kosten für den Zuschnitt der Granitplatten und sagte: „Das sollten wir uns unbedingt leisten.“ arr

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