Weiter gratis zum Unterricht

Stadtrat verlängert kostenlose Schülerbeförderung um ein Jahr

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Auch künftig gilt: Der Schülerausweises reicht, um mit dem Stadtbus kostenfrei in den Unterricht zu gelangen.

Penzberg – Penzbergs Schüler können weiterhin kostenlos den Stadtbus benutzen. Darauf verständigte sich jüngst der Stadtrat, nachdem bekannt gegeben worden war, dass dieses Angebot sehr gut angenommen wird. Nun will die FLP-Fraktion auch Senioren ab 70 Jahren kostenfrei befördern lassen.

Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann, der im Rathaus für den Stadtbus verantwortlich zeichnet, berichtete zunächst von ersten Erfahrungen mit dem im Dezember 2017 eingeführten Ringlinienkonzept. „Diese Linienführung hat sich bewährt und wird auch für dieses Jahr beibehalten“, sagte er mit Blick auf einen Anstieg der Fahrgastzahlen im Jahr 2018. Das sei im Wesentlichen auf das Jobticketangebot von Roche zurückzuführen, wie Holzmann ausführte. Und so wurden im vergangenen Jahr (ohne Schüler) 312.566 Fahrgäste gezählt, ein sattes Plus gegenüber 2017 (244.270). Rechnet man die Fahrten der Schüler im freigestellten Schülerverkehr sowie jene Schüler, die ihre Jahreskarten selbst bezahlen, hinzu, ergibt sich eine Zahl von 453.500 Passagieren. 

Wie Holzmann weiter berichtete, werde die geltende kostenlose Beförderung von Schülern gut angenommen. Seit 7. Januar genügt die Vorlage des Schülerausweises, um gratis mitgenommen zu werden. Die Befürchtung, die Buskapazitäten würden aufgrund eines zu großen Schüleransturms nicht reichen, erwies sich übrigens als unbegründet. Allerdings hatte die RVO mitgeteilt, dass sie aufgrund des großen Schülerzuspruchs nicht mehr pünktlich sei und deshalb angeregt, dass die Kostenfreiheit erst ab 9 Uhr gelten solle. Doch dazu wird es zunächst nicht kommen, Holzmann will erst eine Fahrzeitenauswertung überprüfen, bevor weitere Maßnahmen erwogen werden. Deshalb schlug er vor: „Das Angebot weiter gewähren, aber jährlich auf den Prüfstand stellen.“ 

Bürgermeisterin Elke Zehetner nannte die Zahlen „sehr erfreulich“. Und sie verwies darauf, dass sich die Stadt ein gutes Beispiel am Busterminal von Roche nehmen wolle. So könnten dann im Stadtgebiet digital gesteuerte Echtzeit-Antzeigetafeln Auskunft darüber geben, wann genau der nächste Bus eintrifft. 

Michael Kühberger (FLP), der die kostenfreie Schülerbeförderung initiiert hatte, kündigte für seine Fraktion an, auch einen Antrag für die kostenfreie Beförderung von Senioren ab 70 Jahren zu stellen. Zudem sollen all jene gratis fahren dürfen, die im Gegenzug ihren Führerschein abgeben. 

Nick Lisson (CSU) meinte mit Blick auf die Schüler: „Das war der beste FLP-Antrag, den wir jemals auf dem Tisch hatten.“ Schließlich helfe das, den Autoverkehr zu reduzieren und die Jugend an den Öffentlichen Personennahverkehr zu gewöhnen. Lisson: „Diese 40.000 Euro sind wirklich gut angelegt“. Folglich sprach sich der Stadtrat einstimmig dafür aus, die kostenlose Schülerbeförderung für ein weiteres Jahr beizubehalten. arr

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