Neubau eines Wohn- und Gewerbegebäudes

Seniorentreff statt Schlachthof: Penzberger SPD stellt Antrag

Neues Seniorenheim?: Der alte Penzberger Schlachthof soll weichen
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Neues Seniorenheim?: Der alte Penzberger Schlachthof soll weichen.
  • Andreas Baar
    vonAndreas Baar
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Penzberg – Die SPD möchte statt des alten Schlachthofs an der Karlstraße ein fünfstöckiges Wohn- und Gewerbegebäude samt Seniorentreff gebaut sehen.

Der Abriss ist beschlossene Sache, aber was anstelle des alten Schlachthofs entstehen soll, steht in den Sternen. Jetzt meldet sich die SPD mit konkreten Vorschlägen. Fraktionchef Adrian Leinweber reichte einen entsprechenden Antrag im Stadtrat ein. Das Gremium möge beschließen, ein entsprechendes Konzept aufzustellen.

Die Folgenutzung des ehemaligen Schlachthofgebiets sollte laut SPD gleich mehrere Kriterien erfüllen. Im Erdgeschoss ist an eine Senioreneinrichtung sowie im Obergeschoss Praxen und Büroflächen gedacht. In den Geschossen zwei bis fünf möchte die SPD Wohnungen für Familien und Senioren gemischt haben. Verbunden mit dem Vorteil einer zentrumsnahen Lage. Zu guter Letzt soll das Gebäude nachhaltig und ökologisch errichtet werden – zum Beispiel in Holz- oder Hybrid-Bauweise. Und mit einer PV-Anlage auf der begrünten Dachfläche.

Treffpunkt für Senioren

Der barrierefreie „Treffpunkt für Senioren“ soll mit einer im Gebäude installierten Betreuungseinrichtung eingerichtet werden, so Leinweber. Hierzu brauche es Personal vor Ort. Auch eine Kompetenz- und Beratungsstelle soll in Räumlichkeiten untergebracht werden. „Ebenso sollte eine Grundversorgung vorhanden sein“, so Leinweber – die SPD denkt an Café, Bistro oder „Essen auf Rädern“.

Dass die Praxen, insbesondere für den Bedarf der Senioren, im Gebäude einziehen, hat für die SPD ganz praktische Gründe: So seien kurze Wege vorhanden. Die Wohnungen will man bewusst von der Altersstruktur her gemischt vermieten. Leinweber spricht von einem „gesunden Mix der Generationen“. Die Wohnungen sollten einen kleinen Grundriss aufweisen, um so „mitten im Stadtzentrum“ günstige Mieten anbieten zu können.

Tiefgarage soll kommen

„Ebenso wäre die Einrichtung einer Tagespflege beziehungsweise betreutes Wohnen anzudenken“, heißt es weiter in dem Antrag. „Hier könnte auch eine Seniorenwohngemeinschaft angedacht werden.“

Parkplätze würden in einer Tiefgarage unter dem gesamten Gebäude angeboten, wünscht sich die SPD. Diese sollte sowohl von den Mietern genutzt werden, als auch einen öffentlich zugänglichen Teil besitzen.

Aus Sicht der SPD kann zudem ein direkter Zugang zum Park/Spielplatz Gustavstraße geschaffen werden. Auch an eine nahe ÖPNV-Haltestelle, einen Fahrdienst oder ein Ruf-/Sammeltaxis wird gedacht. Zudem könnten Flächen für Schulungen und Veranstaltungen bereitgestellt werden.

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