Einfach miteinander spielen

Erster landkreisweiter Freiwilligentag startet im Penzberger Seniorenzentrum

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Generationenübergreifendes Mensch-ärgere-Dich-nicht: Landrätin Andrea Jochner-Weiß eröffnete den Freiwilligentag im AWO-Seniorenzentrum.

Penzberg – Würfel wurden geworfen, Steine geschoben. Es wurde gelacht und manch einer ärgerte sich auch, sehr zur Freude seiner Mitspieler. Beim ersten Freiwilligentag im Landkreis Weilheim-Schongau amüsierten sich im Seniorenzentrum an der Gartenstraße Jung und Alt bei Brettspielen.

Jeder Zweite in Bayern über 14 Jahre engagiert sich in irgendeiner Form ehrenamtlich. Am vergangenen Samstag waren es noch einige mehr, zumindest im Landkreis Weilheim-Schongau. Denn da fand der erste Freiwilligentag statt, zu dem die Koordinierungsstelle Bürgerengagement (KOBE) im Landratsamt Weilheim-Schongau und die Freiwilligenagentur „Anpacken mit Herz“ des Caritasverbandes Weilheim-Schongau mit zahlreichen Aktionen aufgerufen hatte. Den Startschuss gab Landrätin Andrea Jochner-Weiß im AWO-Seniorenzentrum in Penzberg. 

„Jeder, der mehr tut, als er muss, tut enorm viel“, sagte die Landrätin im Seniorenzentrum. Dorthin waren Kinder des AWO-Kinderhorts gekommen, um gemeinsam mit Bewohnern der Einrichtung zu spielen. Dass an der Gartenstraße Jung und Alt zusammenkommen, war für Jochner-Weiß so reizvoll, dass sie diese Begegnung zum offiziellen Auftakt des Freiwilligentags ausrief. Auswahl hätte sie reichlich gehabt, denn landkreisweit beteiligten sich 20 Vereine und Organisationen an der Aktion: Vom Erste Hilfe-Kurs bis hin zur Moorflächenpflege war einiges geboten. „Wir haben 150 Anmeldungen, das ist wirklich gut fürs Erste“, betonte Gabi Hager-Königbauer, die Koordinatorin der Caritas Freiwilligenagentur. Zusammen mit Utta Pollmeier organisierte sie diesen Freiwilligentag nach dem Vorbild anderer Landkreise. Dort, wie jetzt auch in Weilheim-Schongau, betrachtet man diese Aktion als Möglichkeit zum Einstieg ins Ehrenamt – und zwar vor allem für Menschen, die sich nicht regelmäßig engagieren können oder deren zeitliche Möglichkeiten begrenzt sind. 

Beim Auftakt mit dabei war nicht nur Bürgermeisterin Elke Zehetner, die ebenfalls „das Miteinander von Jung und Alt“ hervorhob. Auch Friederike Patzer, die Ehrenvorsitzende der Penzberger AWO, schaute vorbei und zeigte sich sehr erleichtert, dass der Spielevormittag im Zuge des Freiwilligentages auch unter dem Dach der Arbeiterwohlfahrt stehen konnte. „Ich bin so glücklich, dass sich nun alles geklärt hat“, spielte sie auf das Hin und Her um die Trägerschaft des Seniorenzentrums an. Danach wurde kräftig gewürfelt und generationenübergreifend miteinander gespielt. dd Auch der Bund Naturschutz beteiligte sich in Penzberg am Freiwilligentag. 

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