Die Pattsituation beenden

Seniorenzentrum an der Gartenstraße: Novita sucht Gespräche mit der TWS

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Streitobjekt an der Gartenstraße: das ehemalige AWO-Seniorenzentrum.

Penzberg – Bis Oktober ist es noch ein wenig hin, erst dann steht das Hauptsacheverfahren, das die Betreiberfrage im Seniorenzentrum an der Gartenstraße klären soll, an. Doch bis es soweit ist, soll keineswegs Funkstille zwischen den beiden um die Betriebsträgerschaft streitenden Parteien herrschen.

„Ergebnisoffene Gespräche“ möchte er mit den Vertretern der Thomas-Wimmer-Stiftung (TWS) führen, sagt Novita-Chef Christoph Hofmann. Den ersten Schritt dafür hat er bereits getan. 

Nachdem die Novita und die TWS vor dem Oberlandesgericht den Streit um die Einstweilige Verfügung, mit der sich die Novita im vergangenen Herbst gegen den Willen der TWS die Erlaubnis zum Betrieb des Seniorenzentrums erstritten hatte, beiseite gelegt haben, spricht Hofmann nun mit ruhiger Stimme über die Zukunft der Einrichtung. Mit einer noch ruhigeren Stimme, als der scheinbar stets tiefen­entspannte Mann für gewöhnlich das Wort ergreift. Mit Blick auf die vergangenen Gerichtsverhandlungen und auf das im Herbst anstehende Hauptsacheverfahren ist sich Hofmann nämlich ziemlich sicher, dass „wir bis 2022 die Herren im Haus sind“. 

Die nächsten vier Jahre, so glaubt er, werde die Novita also das Seniorenzentrum an der Gartenstraße betreiben. Noch hält der Novita-Chef aber keinen Mietvertrag in den Händen, noch scheint die TWS die AWO München als Betreiberin in der Einrichtung sehen zu wollen. „Wir sind dabei, die Vollstreckung vorzubereiten, mit Gerichtsvollzieher und Pipapo“, sagt Hofmann. 

„Gerichtsvollzieher“, ein Wort, welches nicht gerade vermuten lässt, dass sich schon bald ein Konsens zwischen der Novita und der TWS findet. Doch Hofmann verrät, dass er über den Anwalt der Stadt Penzberg Kontakt zu den TWS-Vorsitzenden Max von Heckel und Jürgen Salzhuber aufgenommen habe, denn er möchte „ergebnisoffene Gespräche“ mit ihnen führen. Vorschläge, wie es weitergehen könnte, hat er auch schon parat. Welche das sind, möchte der Novita-Chef aber noch nicht an die große Glocke hängen, sondern diese zunächst einmal mit der TWS erörtern. 

Einen Kauf des Gebäudes samt Grundstück hat die Novita ja bereits über ihren Anwalt Franz-Michael Koch in der jüngsten Gerichtsverhandlung vorgeschlagen. „Man muss mit Phantasie rangehen“, meint Hofmann zu seinem Lösungsversuch der derzeitigen „Pattsituation“, wie der Novita-Chef die Lage beschreibt. Kein unwiderstehliches Angebot für von Heckel, der den Verkauf noch an Ort und Stelle ablehnte. Nun bleibt abzuwarten, wie die TWS auf die anderen Vorschläge der Novita reagiert. ra

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