Drei neue Optionen

Kinderkrippe an der Birkenstraße: Stadtrat scheut wohl vor Entscheidung zurück

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Dass die Kinderkrippe an der Birkenstraße in den Pausenhof der Grundschule kommt, ist unwahrscheinlicher geworden. Im Rathaus gibt es derzeit mehrere Überlegungen, darunter ist auch der Kauf der Container.

Penzberg – Eine definitive Entscheidung über den Bau einer Kinderkrippe im Pausenhof der Grundschule an der Birkenstraße bei der nächsten Stadtratssitzung am kommenden Dienstag wird immer unwahrscheinlicher. Dies deutete sich im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Sitzung des Bauausschusses an.

In der vergangenen Sitzung des Gremiums wurde eines deutlich: In die verfahrene Situation ist plötzlich Bewegung gekommen. Hatte es noch Anfang der Woche aus dem Rathaus geheißen, es gebe keine Alternative zum Pausenhof, stehen plötzlich drei Optionen für die neue Kinderkrippe zur Diskussion. 

Dass Andreas Vetter, der Elke Zehetner als SPD-Bürgermeisterkandidat beerben wollte, mit dem von ihm in die Diskussion eingebrachten Grundstück an der Ahornstraße (das sich im Besitz seiner Familie befindet) aus politischen Gründen wohl keine großen Chancen haben würde, stellte sich schnell heraus: Im Rathaus wurde diese Option für den Neubau einer Krippe nur sehr zögerlich geprüft, um dies einmal euphemistisch auszudrücken. Durch den Druck, den der Elternbeirat der Grundschule an der Birkenstraße (der die Krippe im Pausenhof verhindern will, damit man sich nicht die Erweiterung der Schule verbaut) erzeugt hat, wurde inzwischen aber die Phantasie in Stadtrat und Rathaus beflügelt. So gibt es nun offenbar ein weiteres Grundstück in unmittelbarer Nähe zur Birkenstraße, auf dem die Krippe gebaut werden könnte. 

Parallel dazu wurde im Bauausschuss hinter verschlossenen Türen auch über eine völlig neue Variante gesprochen, die vorsieht, den Jugendtreff „Chill out“ in Sichtweite des ehemaligen Wellenbads platt zu machen und vorübergehend an die Christianstraße auf das Gelände der einstigen Molkerei zu verlegen. Dort, wo das „Chill out“ noch steht, könnte dann die Kinderkrippe errichtet werden. 

Eine weitere Überlegung zielt darauf ab, die Container-Krippe neben der neuen Landkreis-Sporthalle so lange auf dem plötzlich in die Diskussion gebrachten weiteren Grundstück zu parken, bis ein Neubau auf der jetzigen Fläche der Container-Krippe rea­lisiert ist. 

Parallel dazu prüft man im Rathaus derzeit einen Kauf der Krippen-Container, die bislang mit Mietkosten von 11.000 Euro pro Monat zu Buche schlagen. Damit will man nicht nur Kosten sparen, sondern sich auch für den Fall wappnen, dass man für die Kinderbetreuung wieder vorübergehend Container braucht. la

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