Musikpavillon und Chill out Area

Der neue Benediktbeurer Gemeindepark soll bis Jahresende fertig sein

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Der Spatenstich für den Gemeindepark ist erfolgt, wobei Peter Oster von Amt für Ländliche Entwicklung, Bürgermeister Toni Ortlieb und dessen Stellvertreter Hanns-Frank Seller nicht selbst den Spaten geschwungen, sondern die Arbeit Andreas Hamberger (von rechts) von der Firma Hastra überlassen haben.

Benediktbeuern – Seit mehr als sieben Jahren hat die Gemeinde Benediktbeuern das Projekt auf ihrer Agenda, nun erfolgte der Spatenstich für die Neugestaltung der Grünfläche hinterm Rathaus, die inzwischen nicht mehr Gästepark, sondern Gemeindepark heißt. 

Bauherr des Projektes ist die Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung, die auch 65 Prozent der Gesamtkosten trägt, während die Gemeinde für die restlichen 35 Prozent aufkommt. Die reinen Baukosten beziffert Peter Oster, als Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberbayern (ALE) und Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, auf 280.000 Euro. Inklusive Planungs- und Baunebenkosten werden insgesamt rund 355.000 Euro veranschlagt. Bei der ersten Ausschreibung war nur ein Angebot eingegangen, das noch dazu weit über dem Kostenrahmen lag. Also wurde erneut ausgeschrieben, woraufhin drei Angebote eingingen, „wir also einen Wettbewerb hatten“, wie Oster zufrieden feststellt. 

Während die Herren von Rathaus und Amt vor der Baggerschaufel posieren, haben die Mitarbeiter der Eglinger Straßenbaufirma Hastra bereits die Baustelle eingerichtet. „Am ersten Tag haben wir Bäume und Wurzelstöcke gerodet, nun bauen wir den Asphalt aus und beginnen mit dem Aushub“, berichtet Juniorchef Andreas Hamberger. Es seien aber nur Thujen herausgenommen worden, die ohnehin nicht ortsüblich seien, sowie ein verfaulter Baum mit abgebrochenem Wipfel, ergänzt Rathauschef Ortlieb eilig. Der restliche Baumbestand soll erhalten bleiben und wird durch einen Baumschutz am Stamm vor Beschädigungen während der Bauzeit geschützt. Neuanpflanzungen wie Kupferfelsenbirnen und andere Sträucher sowie Blumenzwiebeln im Rasen sollen das Grün ergänzen. Um den Unterhalt der Blumen muss sich nicht nur zwangsläufig der gemeindliche Bauhof kümmern, wie Oster anmerkt. Von anderen Gemeinden weiß er, dass Vereine oder Privatpersonen immer wieder Patenschaften übernähmen und sich regelmäßig zum gemeinsamen Garteln träfen. 

Zwei Sitzgruppen, Holzliegen und Sitzblöcke, sowie Spielelemente wie Drehsteine, Kamelritt, Ba­lanciersteine und Rufsäule sollen die Aufenthaltsqualität in Benediktbeuerns Park für alle Generationen erhöhen. Oster sieht dies als Ergänzung für den neuen Spielplatz, der in erster Linie Kleinkinder anspreche und der während der Bauphase aus Sicherheitsgründen gesperrt wird. Vor seinem geistigen Auge sieht Oster Menschen jeden Alters im Gespräch, beim Lesen oder Musik hören. „Das nennt man heutzutage Chill out Area“, schmunzelt er. Vor allem die Jugend dürfte sich über freies WLAN freuen, denn am Rathaus geht in Kürze ein Bayern-WLAN-Hotspot in Betrieb. Auch eine neue Wegeführung inklusive bodennaher Beleuchtung wird es geben, dabei sollen sowohl der geteerte Hauptweg als auch der Fein­kiesbelag der Nebenwege mit Rollator und Rollstuhl begehbar sein. Zudem wird ein Bereich an der Südseite des Rathauses gepflastert, so dass Stände, etwa von örtlichen Vereinen, bei Festen und Veranstaltungen aufgebaut werden können. 

Ferner wird beim Musikpavillon die Beleuchtungstechnik instandgesetzt und die Dachfläche mit einer Entwässerung versehen. Ob der Musikverein als Eigentümer das Schmuckstück aus vergangenen Zeiten weiter aufhübscht, „werden wir dann sehen“, meint Toni Ortlieb. Bis auf weiteres zurückgestellt wurde jedenfalls die Thematik einer öffentlichen Toilettenanlage, wie vom Gemeinderat beschlossen. „Das ist im Rang in der Prioritätenliste nach hinten gerutscht“, erklärt Ortlieb. In der Zwischenzeit könnten Besucher während der Öffnungszeiten der Gästeinformation das dortige WC benutzen. 

„Wir wollen heuer noch fertig werden“, gibt der Bürgermeister ein ehrgeiziges Ziel vor, dessen Erreichen natürlich auch vom Wintereinbruch abhängig ist. Erste Anfragen nach dem Fertigstellungstermin des Gemeindeparks sind bereits eingegangen, der örtliche Trachtenverein Barmstoana feiert nämlich im nächsten Jahr sein 110-jähriges Gründungsjubiläum. cw

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