Vielen eine Freude gemacht

Nikolaus-Aktion von „Penzberg hilft“ erlöst mit 2.000 Euro neue Rekordsumme

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Der Mann mit dem Rauschebart wusste einfach alles: Marco, Ella und Kim waren schon etwas nervös, als sie vor den Nikolaus treten mussten, beim Erinnerungsfoto war dann aber alle Anspannung von ihnen abgefallen.

Penzberg – Normalerweise kommt der Nikolaus zu den Kindern und nicht umgekehrt. Sowohl Zahlen als auch strahlende Gesichter sprechen aber für den Erfolg der Aktion „Der Nikolaus kommt“ des Vereins „Penzberg hilft“. Mehr als 70 Kinder besuchten heuer den Mann und seine Helfer im Stadthotel Berggeist. 

Marco, Kim und die kleine Ella konnten es kaum erwarten, bis sie an der Reihe waren und vorgelassen wurden zum Nikolaus, der, umgeben von weißgekleideten Engeln und rot-grün-kostümierten Wichteln, thronte. Im Hintergrund hielt sich Krampus, zu Drohgebärden bereit, sollte der Nikolaus aus seinem Buch etwas vorlesen, was die Kinder lieber nicht hören wollten. Und der Nikolaus wusste alles über Marco, Kim und Ella: von den guten Lernerfolgen der Großen über die Unterstützung der Jüngeren bis hin zur Mithilfe im Haushalt. Allerdings kannte er sich auch mit der mangelnden Ordnungsliebe der Mädchen und Buben aus und damit, dass Aufforderungen der Eltern in der Vergangenheit oft auf taube Ohren gestoßen waren. Als der Rauschebart geendet und er die Geschenke verteilt hatte, fiel bei allen dreien sichtlich die Anspannung ab. Fehlte nur noch das Foto mit dem Nikolaus, den Engeln und Wichteln, und dann ging es auch schon wieder hinaus aus dem geheimnisvollen Weihnachtsraum. 

Um den Kindern solche Erinnerungen schenken zu können, legte sich ein Team von rund 30 Helfern mit sprichwörtlicher Engelsgeduld ins Zeug. „Wir haben die Nikolausak­tion nun zum vierten Mal hintereinander organisiert und sind am Ende immer wieder überrascht, wie toll alles gelaufen ist“, so André Anderl, einer der Gründerväter des Vereins „Penzberg hilft“. Mehr als 70 Kinder besuchten heuer den Nikolaus im „Weihnachtsraum“ des Stadthotels. Gegen eine Spende von neun Euro konnten sich die Kinder auch mit ihm ablichten lassen. Um die Wartezeit zu verkürzen, gab es eine Spiel- und Bastelecke, die von Kita-Helferinnen aus Penz­berg und Iffeldorf betreut wurde, eine Tombola sowie ein Kuchenbuffet. 

Den Hauptpreis der Tombola – ein iPad, das die VR-Bank gestiftet hatte – gewann der kleine Lukas Appenfelder. Die Freude stand ihm ins Gesicht geschrieben, und Mama Madeleine meinte: „Wir freuen uns riesig über den Gewinn.“ Gestrahlt haben auch Stefan Fuchs und Janina Kuen: „Ohne die vielen Sponsoren der rund 350 Tombola-Preise wäre diese Aktion nicht möglich gewesen“, erklärte Fuchs. Rund 2.000 Euro seien, so der Chef von „Penzberg hilft“, diesmal zusammengekommen, „so viel wie nie zuvor“. Ein Teil des Erlöses soll an Kindergärten weitergegeben werden, ein anderer Teil an Bedürftige. So berichtet Fuchs von einer alleinerziehenden Penzbergerin, die dringend einen Kühlschrank benötigt: „Für solche Fälle sind die Spenden da.“ 

Anders als in den Jahren zuvor wird von dem Erlös nicht das kostenlose Eislaufen am 23. Dezember finanziert. „Dafür haben wir andere Quellen gefunden“, betont Fuchs. sg

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