Wieder daheim

Nach vier Jahren Pause kehrt das Gardetreffen in die Stadthalle zurück

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Jede Menge Garden waren am vergangenen Wochenende in der Stadthalle zu erleben. Nach vier Jahren sanierungsbedingter Pause in der eher ungemütlichen Sporthalle am ehemaligen Wellenbad konnte das Treffen nun endlich wieder hier stattfinden.

Penzberg – Es war so, als sei man endlich wieder zuhause, nach Jahren im Exil, fern der Heimat. Den Faschingsleuten stand die Freude jedenfalls ins Gesicht geschrieben, dass sie das Gardetreffen nach vier Jahren in der Sporthalle endlich wieder in der Stadthalle durchführen durften. 

Sandra Baumgartner stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Sie organisiert das Gardetreffen bereits seit der zweiten Auflage, 16 Treffen gab es nun inzwischen, aber das aktuelle war schon ein ganz spezielles: „Jetzt sind wir endlich wieder hier“, sagt sie und blickt auf die Bühne. Dort tanzt gerade der Faschings­club Hohenfurch seinen Marsch, auch das Prinzenpaar ist gefragt – mit dem obligatorischen Walzer. Erst beim zweiten Auftritt der Formation folgt dann das Showprogramm. Diese Aufteilung lässt nicht nur den Abend sehr abwechslungsreich werden, sondern sorgt bei den Tänzern auch für kurze Pausen. Und die sind angesichts der zum Teil sehr akrobatischen Choreographien durchaus willkommen. 

Rückkehr des Gardetreffens in die Stadthalle 

Nach vier Jahren in der Sporthalle am ehemaligen Wellenbad ist das Gardetreffen in die Stadthalle zurückgekehrt. © dd
Nach vier Jahren in der Sporthalle am ehemaligen Wellenbad ist das Gardetreffen in die Stadthalle zurückgekehrt. © dd
Nach vier Jahren in der Sporthalle am ehemaligen Wellenbad ist das Gardetreffen in die Stadthalle zurückgekehrt. © dd
Nach vier Jahren in der Sporthalle am ehemaligen Wellenbad ist das Gardetreffen in die Stadthalle zurückgekehrt. © dd
Nach vier Jahren in der Sporthalle am ehemaligen Wellenbad ist das Gardetreffen in die Stadthalle zurückgekehrt. © dd
Nach vier Jahren in der Sporthalle am ehemaligen Wellenbad ist das Gardetreffen in die Stadthalle zurückgekehrt. © dd

So ein Gardetreffen ist ja keineswegs ein bloßes Gehüpfe, das ist schon richtiger Sport. Klar, es gibt die klassischen Parademärsche, aber daneben eben auch jede Menge Formationstänze und Hebefiguren. Für letztere ist vor allem die Garde der Crachia Hausham bekannt. Für sie wurden sogar noch einmal Hängeelemente der Bühne in der Stadthalle kurzzeitig abgebaut, „sonst wären die Figuren hier gar nicht möglich gewesen“, so Baumgartner. Der Aufwand sollte sich aber lohnen. Ebenso hat sich der neue Tanzboden bewährt, der von der Stadt für die Bühne zwar angeschafft, bis zu diesem Abend aber noch nicht einem Belastungstest unterzogen wurde. „Wir haben den noch extra zugeschnitten und angepasst“, sagt Holger Fey, der Präsident der OK Penzberger Fasching. „Die Premiere ist geglückt“, atmet Fey erleichtert auf und merkt, wie Sandra Baumgartner, mit diesem seltsamen Strahlen an: „Endlich sind wir wieder daheim.“ Und Fey ist erfrischend ehrlich: Auch wenn die Turnhalle am ehemaligen Wellenbad ein Interimsquartier für das Gardetreffen gewesen sei „so richtig gemütlich war es dort einfach nicht“. Im Saal der Stadthalle hatte sich ein Publikum mit viel Fachwissen, aber noch größerer Begeisterung versammelt. Da konnte schon auch mal was daneben gehen, egal: Die Menge im Saal feuerte die Tänzer lautstark an und klatschte kräftig mit den Beats aus den Lautsprechern mit. Eine beeindruckende Stimmung für die insgesamt 280 Akteure von elf Garden, die am Freitag zu sehen waren. 

Vor allem geht es dabei natürlich um den Spaß, aber das eine oder andere könne man sich von den Choreographien „schon auch abschauen“, sagt Jacki Stürzl von der Penzberger Garde. Die 24-Jährige weiß, wovon sie spricht, denn sie tanzt bereits in der 18. Saison als Gardemädchen. Der Abend sei jedenfalls „ein Quell der Inspiration“. Giusy Nolte pflichtet ihr bei. Vor allem aber mache es einfach „unheimlich viel Spaß“. 

Auch am Samstag war die Stadthalle dann wieder ganz in der Hand der tanzenden Narren. Im zweiten Teil des Gardetreffens stand dann der Nachwuchs auf der Bühne. Und auch hier: Der Farbenreichtum, die Vielfalt an Showprogrammen und ein gut funktionierender Ablauf machen schon jetzt Vorfreude auf den nächsten Gardeauftritt am kommenden Samstag, 1. Februar, im Rahmen des Jubiläumsballs in der Stadthalle (Beginn 20 Uhr). dd

Wer in einer der Garden mittanzen will, kann sich per E-Mail ans OK Penzberger Fasching wenden – und zwar unter info@penzberger-fasching.de.

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