Stau bis Pfingsten

Abgerutschte Böschung am Kesselberg wird saniert

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Wird nun saniert: die abgerutschte Böschung an der Kesselbergstraße.

Kochel – An der roten Ampel standen die Autofahrer und Biker auf der Kesselbergstraße und warteten auf das grüne Signal. Beim Blick nach vorne war kein Grund für die Installation der Leuchtanlage zu erkennen, keine Baustelle, welche die halbseitige Sperrung der Fahrbahn erklärte. Bis jetzt.

Schon vor zwei Wochen wurde an der Bundesstraße 11 auf Höhe des Kesselberges eine Ampel installiert, die beim Ausflugswetter Ende April auch für erste Rückstaus sorgte. Bislang wunderten sich die Auto- und Motorradfahrer über die Ampel ohne Baustelle. Das wird sich nun ändern, denn am heutigen Mittwoch beginnt das Staatliche Bauamt Weilheim mit den Arbeiten zur Sanierung einer Böschung. Diese finden unter halbseitiger Verkehrsführung mit der schon vorhandenen Ampelregelung statt und werden vermutlich drei Wochen Zeit in Anspruch nehmen. 

Grund für die Sanierung ist eine Schadstelle an einer talseitigen Böschung der Kesselbergstraße, die nach der Schneeschmelze im März durch die Straßenmeisterei Bad Tölz festgestellt wurde. Das Straßenbankett war auf einer Länge von etwa 25 Metern abgerutscht, die Leitplanke nicht mehr ausreichend verankert. „Aufgrund der fehlenden Verkehrssicherheit musste mit sofortiger Wirkung eine halbseitige Sperrung der Fahrbahn umgesetzt werden“, erklärt Martin Herda vom Staatlichen Bauamt die bislang verwaiste Ampelanlage. Zunächst wurde ein geologisches Gutachten in Auftrag gegeben, welches die Untergrundverhältnisse mit Hilfe von Kleinbohrungen senkrecht durch die Fahrbahn bewertete. Auf dessen Grundlage wurde dann ein Sanierungskonzept entwickelt. 

„Innerhalb der nächsten Wochen wird im talseitigen Böschungsbereich auf etwa 75 Metern Länge eine etwa zwei Meter hohe rückverankerte Spritzbetonwand hergestellt und mit Kies hinterfüllt“, erläutert Herda. Zudem werden Stahlanker unter der aufgeschütteten Bestandsfahrbahn durchgeführt, im anstehenden Kalkstein verpresst und anschließend neue Stahlschutzplanken gerammt. Genauere Aussagen zur Dauer der Arbeiten kann Herda noch nicht geben. Um das Nadelöhr und den drohenden Rückstau für die vor allem an Wochenenden und Feiertagen vom Durchgangsverkehr geplagte Gemeinde Kochel weiß er und erklärt: „Ziel ist es, die touristisch hoch belastete Kesselbergstraße noch vor dem Pfingstwochenende wieder ohne Ampelregelung für den Verkehr freigeben zu können.“ Garantieren könne er dies derzeit aber nicht. cw

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