Zahlreiche Maschinen zerstört

Stadelbrand in Kochel: Schaden geht wohl in Millionenhöhe

kochel ort brand stadel
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Die zwei Stadel wurden durch die Flammen völlig zerstört.
  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
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Kochel - Bei einem Stadelbrand in Kochel-Ort am Donnerstag (17. Juni) entstand ein Schaden wohl in Millionenhöhe. Zwei Gebäude wurden völlig zerstört.

Gegen 16.30 Uhr war am Donnerstag im Kochler Ortsteil Ort ein landwirtschaftlicher Stadel unweit der Bahnstrecke in Brand geraten. „Die Rauchsäule über dem Brandort war weithin zu sehen“, so Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums in Rosenheim. Die Flammen griffen rasch auf einen zweiten Stadel in der Nähe über. Unverzüglich nach dem Alarm rückten die Feuerwehren aus Kochel, Ried, Benediktbeuern, Bichl, Penzberg und Bad Tölz an. Obwohl die freiwilligen Helfer sofort mit den Löscharbeiten begannen, „waren zwei Stadel nicht mehr zu retten“, so der Polizeisprecher. „Die Feuerwehr musste sie kontrolliert niederbrennen lassen.“ Menschen kamen bei dem Brand zum Glück nicht zu Schaden, die Stadel standen relativ weit abgesetzt von der nächsten Wohnbebauung.

Weil die Bahnstrecke neben dem Brandort verläuft, wurde der Zugverkehr eingestellt.

Anfangs waren mehr als 100 Kräfte im Einsatz, berichtet der Kochler Kommandant Hubert Resenberger. Die Anzahl der Kräfte sei allerdings „relativ schnell“ reduziert worden, als die Lage im Griff war. Dennoch war die Situation nicht unproblematisch. Zu dem abgelegenen Brandort musste eine Löschwasserversorgung aufgebaut werden. Resenberger schätzt um die 800 Meter an Schlauchlängen, die verlegt wurden. Auch die nahen Bahngleise wurden mit Schläuchen überquert. Wasser wurde aus den Hydranten und aus dem Dorfbach entnommen. Als klar war, dass die im Vollbrand stehenden Stadel nicht mehr zu retten waren, konzentrierten sich die Helfer darauf, Nachbargebäude und Ortschaft vor dem Funkenflug zu schützen. Die Bahn hatte währenddessen den Zugverkehr auf der Kochelseestrecke eingestellt. Gegen 21.50 Uhr meldete die Bahn die Wiederaufnahme des Zugverkehrs. Bis Betriebsschluss kam es allerdings noch zu Verspätungen.

Die Feuerwehr verlegte für die Versorgung mit Löschwasser viele Schlauchlängen.

Zeugen gesucht

Die Kriminalpolizeiinspektion Weilheim bittet unter der Telefonnummer 0881/640-0 um sachdienliche Hinweise auf den Brand.

Beide Stadel und die darin eingestellten Maschinen und Geräte wurden laut Polizei bei dem Brand völlig zerstört. Der entstandene Sachschaden dürfte deshalb ersten Schätzungen zufolge „mindestens mehrere hunderttausend Euro betragen, vermutlich sogar in den siebenstelligen Bereich gehen“, so Sprecher Sonntag. Die Brandursache ist derzeit unklar. Der Kriminaldauerdienst (KDD) übernahm vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache für die Kriminalpolizei Weilheim. Die Ermittlungen laufen. Die Kochler Feuerwehr hatte laut Kommandant Resenberger über Nacht Brandwache gehalten, am Freitag (18. Juni) war man noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

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