Asylsozialarbeiterin arbeitet für die Stadt

Praktische Hilfe

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Penzberg - Schon bald ziehen in den beiden Unterkünften an der Nonnenwaldstraße rund 200 Asylbewerber ein. Für den Ansturm hat die Stadt Penzberg vorgesorgt: Seit 1. November ist Elena Shushunova als Asylsozialberaterin tätig.

„Das ist eine interessante Aufgabe“, betont die 35-jährige Russin, die für zwei Arbeitsfelder verantwortlich zeichnet. Zum einen begleitet sie die Flüchtlinge im Asylverfahren, darüber hinaus ist sie für die allgemeine soziale Beratung zuständig. „Wir erklären, was in den Briefen und Anträgen steht, stellen bei Bedarf Kontakt mit Rechtsanwälten her“, sagt Shushunova.

Bürgermeisterin Elke Zehetner ist froh, dass Elena Shushunova jetzt zu ihrem Mitarbeiterstab gehört. Die Stelle zu besetzen, war nicht ganz einfach. Nachdem eine Anfrage bei der Caritas negativ verlaufen war, wurde die Rathaus­chefin selbst aktiv und sprach die russische Sozialarbeiterin vom Verein „Hilfe von Mensch zu Mensch“ an. Elena Shushunova, die Soziale Arbeit in Benediktbeuern studierte und in Penzberg wohnt, arbeitete zu diesem Zeitpunkt in Gerestried, wo sie für die große Asylunterkunft mit 230 Bewohnern zuständig war.

Den Kontakt zu Penzberg stellte Sadija Klepo her, die Gründerin von „Hilfe von Mensch zu Mensch“. Sie flüchtete 1992 mit drei kleinen Kindern vom Balkankrieg aus Bosnien nach Deutschland und ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. „Hilfe von Mensch zu Mensch“ beantragte für die Stelle in Penzberg eine Förderung, die schließlich bewilligt wurde. Eines der zwei Gebäude an der Nonnenwaldstraße, in denen die Flüchtlinge unterkommen, werde bis Jahresende bezugsfertig sein, so Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann. Ein Einzugstermin stehe aber noch nicht fest. Fix ist indes ein Antrag, wonach die 78 im Edeka-Gebäude lebenden Asylbewerber an die Nonnenwaldstraße umgesiedelt werden.

Engen Kontakt will Elena Shushunova auch mit Ruth Brichmann, der Leiterin der Asyl-Koordinierungsstelle, halten. Shu­shunova hat ein Büro im Rathaus, feste Sprechzeiten in der Begegnungsstätte in der Rathauspassage sind aber vorgesehen. Während Ruth Brichmann von der Stadt bezahlt wird, kostet Elena Shushunova „nichts“, freut sich die Bürgermeisterin. Die Asylsozialberaterin wird von der Regierung von Oberbayern bezahlt. akr

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