Lockdown-Light

Stadt Penzberg: Museen dicht, Bücherei offen

Auf dem Bild sieht man die Briefkästen des Penzberger Rathauses und einen Teil des Eingangs im Hintergrund.
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Das Rathaus hat zwar offen, aber Publikumsverkehr sollte vermieden werden.

Penzberg – Der Lockdown-Light hat Auswirkungen auf das städtische Leben in Penzberg. Museen sind dicht, ebenso Sportstätten. Andere Einrichtungen dagegen dürfen weiter geöffnet sein. Hier eine Zusammenfassung.

Eines ist Penzbergs Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) angesichts der jüngsten Corona-Entwicklung wichtig: Er appelliert an eine „Eigenverantwortung, die jeder selbst trägt“. Die allerdings einher geht mit massiven Einschränkungen für die Bevölkerung in „vielen Bereichen“, wie er einräumt. Das betrifft auch die Verwaltung und die kommunalen Angebote.

Museen geschlossen

Die neuesten Corona-Verordnungen haben direkte Auswirkungen auf die städtischen Betriebe, erklärt Personalchef Rainer Knapp. „Massiv betroffen“ sind die Museen. Das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk und das Bergwerksmusem sind zumindest bis Ende November geschlossen. Was angesichts der neuen Ausstellung „Niemals wieder!“ für das Personal ein Schlag ist. „Den Beschäftigten fällt es sehr schwer“, weiß Knapp. „Sie leben und lieben ihr Museum.“ Für 17 bis 18 meist älteren Kollegen (ohne die Museumsverwaltung) mussten andere Aufgaben gefunden werden. Knapp nennt „Unterstützungsarbeiten“ im Rathaus. Kurzarbeit sei derzeit „nicht erforderlich“, sagt der Personalchef. „Momentan ist nichts angedacht.“

Anmelden im Rathaus

Im Rathaus selbst ist Publikumsverkehr möglich, doch davon möchte man „so wenig wie möglich haben“, so Knapp. Aus diesem Grund bittet man um telefonische Anmeldung. Den Kundenverkehr komplett eingestellt haben dagegen die Stadtwerke. Das Kommunalunternehmen ist lediglich telefonisch (08856/813-600) sowie im Internet (www.stadtwerke-penzberg.de) erreichbar. Auch die städtischen Sportstätten sind betroffen. Das Nonnenwald-Stadion und die Turnhalle am ehemaligen Wellenbad sind für die Vereine geschlossen. Lediglich Schulsport ist möglich.

Bildungsstätten offen

Immerhin eines ist erfreulich: Die städtischen Bildungseinrichtungen – Bücherei, Volkshochschule, Musikschule – können offen bleiben. Bei der Musikschule „ist Einzelunterricht möglich“, sagt Knapp und verweist auf Abstandsregelungen wie die zwei Meter beim Spielen von Blasinstrumenten. Noch geklärt werden müsse, ob es Beschränkungen für den Orchesterbetrieb gibt.

Juze ist offen

Ebenfalls offen ist das Jugendzentrum an der Nonnenwaldstraße. Allerdings gelten bei der Gastronomie die gleichen Corona-Regeln, sagt Knapp. Zudem überlege man die Zeiten zu verlängern, um den Besuch zu entzerren. Das Chillout ist wegen des Umzugs an die Christianstraße eh zu. Das neue Domizil soll erst Anfang Dezember in Betrieb gehen. Ungeklärt sind das „Eismärchen“ und der Weihnachtsmarkt. „Entschieden haben wir noch nicht“, sagt Bürgermeister Korpan. Anfang kommender Woche will man sich dazu im Rathaus zusammensetzen. Weitere Infos zu den städtischen Betrieben gibt es auf www.penzberg.de.

Andreas Baar

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